Konjunktur - OECD warnt vor Abflachen des Aufschwungs

Die Industrieländervereinigung OECD erwartet ein Abflachen des Wirtschaftsaufschwungs nach der Corona-Krise in etlichen führenden Industriestaaten.
17.01.2022 14:51
Ein Stahlwerk von ThyssenKrupp in Duisburg am Rhein.
Ein Stahlwerk von ThyssenKrupp in Duisburg am Rhein.
Bild: imago images / Olaf Döring

Der gesamtwirtschaftliche Leitindex weise auf abgeschwächte Wachstumstrends in Deutschland, Italien, Grossbritannien, Japan, Kanada sowie der Eurozone als Ganzes hin, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Montag in Paris mit. Stabiles Wachstum zeichne sich in den USA ab, allerdings unterhalb des Langzeittrends. Für Frankreich wird ein stabiles im Trend liegendes Wachstum erwartet. In Deutschland war das Wachstum seit Februar vergangenen Jahres wieder leicht über den Langzeittrend gestiegen, schwächt sich seit August aber wieder vorsichtig ab.

Bei den Schwellenländern deuten die Frühindikatoren für Russland weiter auf Wachstum, Zeichen einer Abschwächung werden aber sichtbar. China ist laut der OECD-Analyse hinter den Langzeittrend zurückgefallen, für Indien wird stabiles Wachstum erwartet, während die Indikatoren für Brasilien eine klare Verlangsamung des Wachstums erwarten lassen. Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie und den Auswirkungen der Omikron-Variante müssten die Indikatoren mit grösserer Vorsicht als üblich gedeutet werden, erläuterte die OECD.

(AWP)