Kostenwahrheit - Kanzler Kurz für CO2-Zölle als neue Einnahmequelle der EU

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz schlägt wenige Tage vor dem EU-Gipfel zum Wiederaufbaufonds neue Einnahmequellen für die Europäische Union vor.
12.07.2020 07:37
Sebastian Kurz, Bundeskanzler der Republik Österreich, im Spiegelsaal der Redoutensäle in Linz, am 15. Mai 2020.
Sebastian Kurz, Bundeskanzler der Republik Österreich, im Spiegelsaal der Redoutensäle in Linz, am 15. Mai 2020.
Bild: imago images / Rudolf Gigler

"Nicht nur eine Digitalsteuer, auch CO2-Zölle würde ich begrüssen", sagte der ÖVP-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Im Kampf gegen den Klimawandel müssen wir zu mehr Kostenwahrheit kommen. Wir brauchen weltweit einen fairen und gerecht organisierten Freihandel." Dazu gehöre, dass auch Klimaschäden zum Beispiel durch lange Transportwege berücksichtigt werden müssten. "Bei Lebensmitteln oder anderen Produkten, die auch regional erzeugt und verbraucht werden können, wären CO2-Zölle der richtige Weg." Das geplante Hilfsprogramm der EU in der Coronavirus-Krise müsse zudem auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Klimaschutz ausgerichtet und mit Reformauflagen verbunden werden.

(Reuters)