Kreml: Abgang Boltons verändert Beziehungen zu USA nicht

Russland rechnet nach der Entlassung von US-Sicherheitsberater John Bolton nicht mit besseren Beziehungen zu den USA. "Die Anwesenheit oder der Rücktritt eines Einzelnen, selbst eines so hochrangigen Beamten, kann sich kaum ernsthaft auf die amerikanische Aussenpolitik auswirken", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Moskau sei aber entschlossen, einen Ausweg aus dem "bedauerlichen Zustand der Beziehungen" zwischen beiden Ländern zu suchen. Beide Seiten müssten sich jedoch anstrengen, sagte Peskow.
11.09.2019 12:54

Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow äusserte sich ähnlich. Auch in der Vergangenheit hätten personelle Veränderungen in den USA nicht zu einer Normalisierung der Beziehungen geführt.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag völlig überraschend seinen Nationalen Sicherheitsberater Bolton entlassen. Trump begründete die Entscheidung mit inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten. Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington sind seit Jahren angespannt. Die USA werfen Russland unter anderem eine Einmischung in US-Wahlen vor./cht/DP/stw

(AWP)