Zuvor hatte bereits Parteichef Keir Starmer eine Rücknahme des Brexits ausgeschlossen. Nach Ansicht von Kommentatoren richten sich die Versicherungen vor allem an die Menschen in den als "Red Wall" bezeichneten traditionellen Labour-Hochburgen im Nordwesten Englands, wo eine Mehrheit für den Brexit gestimmt hatte. Labour liegt in Umfragen klar vor den regierenden Konservativen von Premierminister Rishi Sunak. Die nächste Parlamentswahl ist für 2024 geplant.
Es sei an der Zeit, die alten Diskussionen hinter sich zu lassen, die das Land gespalten hätten, sagte Lammy. "Wir sind entschlossen, für alle zu regieren, nicht nur für diejenigen, die eine bestimmte Ansicht vertreten."
Die Beziehungen zur EU müssten "normalisiert" werden, sagte Lammy. Es sei katastrophal, dass es auch drei Jahre nach dem Brexit keine regelmässigen Treffen mit der EU gebe. Die Politik der konservativen Regierung habe dazu geführt, dass Grossbritannien in Europa isoliert und die britische Wirtschaft enorm geschwächt worden sei. Labour wolle den angerichteten Schaden reparieren. Die für 2025 vereinbarte Überprüfung des Handelsabkommens mit der EU biete eine gute Gelegenheit, etwa um noch immer existierende Handelsbarrieren zu senken oder die Zusammenarbeit in der Wissenschaft zu stärken./bvi/DP/jha
(AWP)