Luzerner Regierung fordert mehr Corona-Hilfsgelder für Unternehmen

Der Kanton Luzern braucht mehr Geld, um Unternehmen zu helfen, die wegen der Coronakrise in Schwierigkeiten geraten sind. Der Regierungsrat will einerseits einen Bundesbetrag von 13,17 Millionen Franken anzapfen und selber weitere 16,5 Millionen Franken bereitstellen.
14.09.2021 07:35

Für die Bundesgelder beantragt die Regierung dem Parlament einen Sonderkredit, da sie den Beitrag vorschiessen muss, wie die Finanzdirektion am Dienstag mitteilte. Das Geld ist für Einzelfälle vorgesehen, denen bisher nicht alle ungedeckten Fixkosten vergütet werden konnten.

Dabei geht es laut der Regierung etwa um Unternehmen, bei denen die Jahresrechnungen 2018/19 keine geeignete Vergleichsbasis darstellen, weil sie umgebaut oder neu gegründet wurden. Die Kantone hätten bei der Verwendung der Bundesgelder Spielraum. Voraussetzung sei aber ein Umsatzrückgang von mehr als 40 Prozent und ein Mindestumsatz pro Jahr von 50'000 Franken.

Der Regierungsrat unterbreitet dem Parlament zudem einen Nachtragskredit von 16,5 Millionen Franken. Mit diesem Geld würden die Härtefallmassnahmen für nicht behördlich geschlossene Luzerner Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 5 Millionen Franken berappt.

Fast 200 Millionen Franken gesprochen

So könne der bis Ende Jahr 2021 prognostizierte Bedarf an Härtefallgeldern gedeckt werden. Per Ende August waren im Kanton Luzern rund 1885 Härtefallgesuche eingegangen. Rund 194 Millionen Franken wurden gesprochen.

Zusammen mit den vom Regierungsrat bewilligten gebundenen Ausgaben von 220 Millionen Franken für behördlich geschlossene Unternehmen und von 81 Millionen Franken für Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 5 Millionen Franken stehen damit insgesamt rund 376 Millionen Franken zur Unterstützung der Luzerner Unternehmen in der Covid-19-Epidemie zur Verfügung.

(AWP)