Merck & Co-Chef beendet Beratertätigkeit für Trump wegen Charlottesville

Der Chef des US-Pharmakonzerns Merck & Co , Kenneth Frazier, will US-Präsident Donald Trump aus Protest gegen dessen Reaktion auf rechtsextreme Gewalt in der US-Stadt Charlottesville nicht länger in Wirtschaftsfragen beraten. "Ich fühle mich verantwortlich, Stellung gegen Intoleranz und Extremismus zu beziehen", begründete der Afroamerikaner seine Entscheidung am Montag bei Twitter.
14.08.2017 17:01

Trump steht parteiübergreifend in der Kritik, weil er sich nach gewalttätigen Ausschreitungen bei einem Aufmarsch Rechtsextremer nicht klar gegen rechte Gewalt positioniert hatte. Der US-Präsident verurteilte zwar Hass, Gewalt und Bigotterie, nannte die Rassisten und Rechtsextremisten aber nicht beim Namen. Er ordnete die Gewalt lediglich allgemein "vielen Seiten" zu.

Trump attackierte Frazier nach dessen Statement auf Twitter mit den Worten, der Pharma-Manager werde nun mehr Zeit haben, die Wucherpreise für Medikamente zu senken. Im Juni hatten sich bereits die Chefs von Tesla und Disney, Elon Musk und Robert Iger, aus Trumps Beratergremien zurückgezogen. Sie reagierten damit auf den umstrittenen Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen./hbr/DP/men

(AWP)