Nationalbank - SNB: Zinsanhebung weiter sehr unwahrscheinlich

Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) will bei Bedarf weiter am Devisenmarkt intervenieren und an der Niedrigzinspolitik festhalten.
29.03.2017 00:11
Bauumzäunung an der Schweizerischen Nationalbank in Bern Mitte 2016.
Bauumzäunung an der Schweizerischen Nationalbank in Bern Mitte 2016.
Bild: cash

"Wir setzen weiterhin auf Negativzinsen als Pfeiler unserer Geldpolitik, um die traditionelle Zinsdifferenz zu einigen unserer wichtigen Partner wiederherzustellen", sagte SNB-Direktoriumsmitglied Andrea Maechler am Dienstag an einer Veranstaltung in Genf.

"Solange die Zinsen um uns herum niedrig bleiben, (...) ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir die Zinsen anheben können". Die SNB habe weiterhin bei Bedarf am Markt interveniert, um exzessivem Aufwertungsdruck auf den Franken entgegenzuwirken. Derzeit sei man nicht in einer Situation, in der überhaupt über eine Verkleinerung der Bilanz nachgedacht werde, so Maechler weiter.

Der Franken sei weiter stark überbewertet und liege rund 10% über dem langfristigen Durchschnitt. Die weltweiten Unsicherheiten würden zunehmen, die Fundamentaldaten seien jedoch gut. Bei der jüngsten Zinsentscheidung sei die Inflation ein gewichtiger Grund gewesen, so das Direktoriumsmitglied weiter. Der Inflationsausblick bleibe unsicher.

(AWP)