Neue Glaxo-Chefin verdient deutlich weniger als ihr Vorgänger

Die neue Chefin des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline muss sich mit deutlich weniger Gehalt begnügen als ihr Vorgänger. Das Gehaltspaket von Emma Walmsley, die im April ihren Posten antritt, ist insgesamt ein Viertel weniger wert als das von Andrew Witty, der seit 2008 an der Spitze von Glaxo stand.
15.03.2017 12:42

Das Basisgehalt der 47-jährigen von gut einer Million Pfund (1,2 Millionen Franken) ist zehn Prozent niedriger. Sie erhält deutlich geringere Pensionseinzahlungen, weniger Bonus und langfristige Leistungsanreize, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Mit Walmsley leitet erstmals eine Frau einen der weltweit führenden Pharmakonzerne.

Glaxo begründete die Gehaltsunterschiede unter anderem damit, dass es Walmsleys erste Rolle als Konzernchefin sei. Gegenwärtig stehen hohe Managergehälter in Grossbritannien zunehmend im Fokus öffentlicher Diskussionen.

Glaxo habe mit seinen Anteilseignern über Monate im Austausch gestanden und seine Gehaltspolitik auf deren Rückmeldungen angepasst, erklärte das Unternehmen. Einige Investoren hatten Walmsley, die das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten von Glaxo seit 2010 geleitet hatte, zudem mangelnde direkte Erfahrung im Pharmageschäft vorgeworfen.

(AWP)