Auf der Schiene soll mit hoher Reisegeschwindigkeit eine Alternative zum Auto und zum Flugzeug angeboten werden, wie der Webseite des Vereins zu entnehmen ist. Die Bahn sei dank ihrem geringen Energieverbrauch und dem tiefen CO2-Fussabdruck der umweltfreundliche Verkehrsträger, führte der Vorstand anlässlich der Gründung des Vereins am Mittwoch in Bern vor den Medien aus.

Dazu sollen die Verbindungen zwischen den Schweizer Ballungsräumen mit einer leistungsstarken Integration in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz sichergestellt und Nachtzüge wiederbelebt werden. Aus Sicht des Vereins soll weiter die ganze Schweiz erschlossen werden. Swissrailvolution hält es für nötig, dass die Direktverbindungen zwischen den Städten, dem Mittelland und den Bergregionen verbessert werden.

Zudem will Swissrailvolution einen ausgewogeneren Schienen-Strassen-Verkehrsanteil erreichen. Der Güterverkehr soll von der Strasse auf die Schiene verlagert werden, insbesondere auf der Nord-Süd-Achse. Das historische Bahnnetz soll durch die Trennung der Personen- und Warenströme entlastet werden sowie durch die Erschliessung neuer leistungsstarker Achsen.

Verankerung in Europa

Nur eine langfristige Vision - die alle bereits beschlossenen Investitionen mit einbindet - wird nach Meinung von Swissrailvolution eine Erneuerung des schweizerischen Eisenbahnnetzes und damit eine starke Verankerung in Europa ermöglichen. Das Gerüst dieses neuen Netzes beruht demnach auf dem Verkehrskreuz Schweiz mit den beiden Hauptachsen West-Ost und Nord-Süd von Grenze zu Grenze.

Bis 2022 sollen die makroskopischen Studien des Verkehrskreuzes Schweiz abgeschlossen und neue Ressourcen für die Erschliessung des Swissrailvolution-Konzepts mobilisiert werden.

Vorstandpräsident des Vereins ist der ehemalige Ständerat Filippo Lombardi (Mitte/TI). Zum Vorstand zählen auch Nationalrätin Katja Christ (GLP/BS), Ständerat Olivier Français (FDP/VD) und Guido Schoch, der frühere Direktor der Zürcher Verkehrsbetriebe.

(AWP)