Die rezessiven Tendenzen seien immer noch relativ schwach, solange es im Energiebereich nicht zu einer grossen Mangelsituation komme, sagte der Berater von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). "In diesem Winter wird die Wirtschaftsabschwächung noch moderat sein." Die Inflationsrate bleibe aber hoch.

In dieser Situation sei es geldpolitisch nötig, die Zinsen weiter anzuheben und einen restriktiven Kurs beizubehalten, sagte Feld. Zudem seien Massnahmen zur Reduzierung der Steuerbelastung sehr wichtig. Das gehe über die Steuersätze oder über Elemente der Bemessungsgrundlage. "Superabschreibungen sind eine solche Möglichkeit. Sie stehen ja auch im Koalitionsvertrag und sie sollten meines Erachtens nach dann auch bald umgesetzt werden."

In der Energieversorgung sei es "nicht wirklich zu verstehen", warum Deutschland bei potenziellen Mangelsituationen eine wichtige Energiequelle abschalten wolle, sagte Feld. "Meines Erachtens sollte die Atomenergie ein paar Jahre weiter laufen." Dafür plädierte erneut auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Dies sei notwendig, weil ein Abschalten der letzten drei Atommeiler wie geplant im April "eher noch ein verschärfendes Element im Bereich der Inflation" wäre, sagte der CSU-Politiker./sk/DP/nas

(AWP)