Produkt-Fälschungen kosten EU-Staaten 15 Milliarden Euro pro Jahr

Durch die zunehmenden Aktivitäten von Produktfälschern entgehen den Staaten der Europäischen Union Steuereinnahmen in Höhe von insgesamt 15 Milliarden Euro pro Jahr. Das geht aus dem Statusbericht 2020 des EU-Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) hervor, der am Mittwoch am Sitz der Agentur im ostspanischen Alicante veröffentlicht wurde.
10.06.2020 10:41

Die Fälscher verursachen ausserdem den Angaben zufolge den Branchen Kosmetik und Körperpflege, Weine und Spirituosen, pharmazeutische Erzeugnisse, Spielwaren und Spiele in der Union jährliche Umsatzeinbussen von bis zu 19 Milliarden Euro.

Das EUIPO beklagt, dass die Situation immer schlimmer werde. Seit der letzten Analyse im vergangenen Jahr hätten die Umsatzeinbussen in der besonders betroffenen Kosmetik- und Körperpflegebranche um mehr als 2,5 Milliarden auf 9,6 Milliarden Euro zugenommen, hiess es. Diese Summe entspreche 14,1 Prozent des Gesamtumsatzes des Sektors in der EU. In Deutschland kletterten die Einbussen der Branche laut EUIPO im Vergleich zum Bericht von 2019 um 363 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro. Das seien rund 10,3 Prozent des Gesamtumsatzes./er/DP/jha

(AWP)