Schweizer und deutsche Unternehmen werben um südamerikanisches Bahnprojekt

Bahnindustrieunternehmen aus der Schweiz und aus Deutschland werben gemeinsam um Aufträge im Rahmen eines in Südamerika geplanten Bahnprojekts, welches die Atlantik- mit der Pazifikseite verbinden soll. Dazu hätten die Swissrail Industry Association und der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) Anfang März eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, heisst es einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag. Diese stehe unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) und zähle 23 Unternehmen.
17.03.2017 14:52

Die transkontinentale Eisenbahnverbindung mit dem Namen "Bioceanico" soll den Plänen zufolge vom brasilianischen Santos aus auf einer 5'000 km-langen Strecke über Bolivien bis zum peruanischen Hafen Ilo führen. Ausserdem hätten auch Argentinien, Uruguay und Paraguay Interesse an einer Anbindung angemeldet, heisst es weiter. Das Projektvolumen dürfte sich Schätzungen zufolge zwischen acht und zehn Milliarden US-Dollar bewegen und reicht von der Planung und dem Bau der Infrastruktur bis hin zur Beschaffung von Lokomotiven und Waggons für den Güter- und den Personenverkehr.

Um dem Interesse Nachdruck zu verleihen wird dieser Tage eine hochrangige Delegation des deutschen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur unter Leitung von Staatssekretär Rainer Bomba nach Argentinien, Uruguay, Bolivien und Peru reisen, so die Mitteilung.

Der Arbeitsgemeinschaft gehören aktuell Unternehmen aus der Schweiz wie die Alpiq Infra AG, Bär Bahnsicherung, Siemens Schweiz, Stadler Rail oder Furrer+Frey an.

mk/cp

(AWP)