So vermeiden Sie den Herbstblues

Die Tage werden kürzer. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Nachhauseweg: Es ist dunkel, kalt und womöglich auch noch nass. Das drückt aufs Gemüt und die Arbeitsmoral. cash zeigt, was Sie für Ihre Laune tun können.
15.10.2015 01:05
Von Pascal Züger
Es ist dunkel und nass: Der Herbst ist da.
Es ist dunkel und nass: Der Herbst ist da.

Der Sommer 2015 war aussergewöhnlich warm und sonnig. Doch Grillfeste an lauen Abenden, die erfrischenden Drinks an der Strandbar und das "Sünnelen" am See sind tempi passati: Es ist kalt draussen und das Wetter meist eher schmuddelig als sonnig. Sie kämpfen sich morgens aus den Federn und machen sich - noch in der Dunkelheit  - auf den Weg zur Arbeit, wo Sie im Tram oder Zug nicht minder niedergeschlagenen Pendlern gegenüber sitzen. Nehmen Sie das Auto zur Arbeit, so versetzt Sie der Morgenverkehr im dichten Nebel ebenfalls kaum in Freudenstimmung.

Doch anstatt zu jammern und sich voll und ganz dem Selbstmitleid hinzugeben, sollten Sie dem Herbstblues entgegenhalten. cash hat für Sie ein paar Tipps parat:

Sportlich aktiv sein: Es lohnt sich regelmässig Sport zu treiben, denn es ist nachgewiesen, dass der Körper durch Bewegung Glückshormone ausschüttet. Joggen Sie in der Mittagspause ein paar Runden um den Block, hüpfen Sie auf dem Trampolin herum oder buchen Sie einen Pilates-Kurs: Irgendetwas findet sich sicher, das Ihnen zusagt. Ihr Körper und Ihr Gemüt werden es Ihnen danken. Übrigens bieten viele grössere Firmen eigene Sportaktivitäten an – informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber!

Lautstark singen: Gemäss verschiedenen Studien soll Singen die Atmung vertiefen und Stress abbauen. Doch nicht nur das: Es soll sogar gut für das Immunsystem sein und vor Erkältungen schützen. Singen Sie beim Frühstück oder unter der Dusche Ihr Lieblingslied. Der Start in den Tag fällt Ihnen so leichter und die nächste Grippewelle findet ohne Sie statt. Abzuraten ist aber vom Singen am Arbeitsplatz, denn womöglich überschätzen Sie Ihr Singtalent und ausserdem könnte die Konzentration der anderen Mitarbeiter darunter leiden.

Gute Musik hören: Erstellen Sie sich einen individuellen Soundtrack mit Ihren persönlichen Lieblingssongs und vertreiben Sie damit die schlechte Laune. Egal ob Rihanna oder Black Sabbath, Hauptsache es macht Sie glücklich! In gewissen Büros ist es auch erlaubt, während der Arbeit das Radio leise anzulassen. Stellen Sie aber sicher, dass alle Ihre Bürokollegen damit einverstanden sind.

Aus dem Alltagstrott ausbrechen: Eintönigkeit kann Gift für die Motivation sein. Oftmals hat sich der Tagesablauf standardisiert, jeder Tag verläuft nach demselben Muster. Es lohnt sich, ab und zu mal aus diesem Muster auszubrechen. Nehmen Sie spontan einen oder mehrere Tage frei  - mit dem Einverständnis Ihres Vorgesetzten natürlich – und unternehmen Sie etwas, wofür Sie sonst nie Zeit haben: Ein Städtetrip, ein Ausflug in die Berge über den Hochnebel oder ein Wellness-Tag.

Mehr Helligkeit am Arbeitsplatz: Wenn Sie den ganzen Tag im Büro verbringen müssen, sorgen Sie dafür, dass trotzdem möglichst viel Helligkeit an Ihr Arbeitsplatz gelangt. Verlegen Sie - sofern möglich - Ihr Arbeitsplatz ans Fenster oder stellen Sie Möbel oder Pflanzen, die Ihnen das Tageslicht rauben, ein Stück zur Seite. Gönnen Sie sich ausserdem bei Sonnenschein auch mal eine kurze Pause an der frischen Luft, um Vitamin D zu tanken, oder gehen Sie nach dem Mittagessen 10 Minuten spazieren. Zu wenig Sonnenlicht macht den Körper nämlich müde und träge.

Leuchtende Farben: Knallige Farben heben die Stimmung. Kramen Sie ihren pinken oder orangen Pulli aus dem Schrank hervor und sorgen Sie im Büro für einen Lichtblick. Falls Sie strikte Kleidervorschriften zu befolgen haben, können Sie sich auch einen Blumenstrauss auf das Pult stellen oder sich eine bunte Computermaus anschaffen. Oder nehmen Sie eine farbige Tee-Tasse von zu Hause mit.

Sich glücklich essen: Auch wenn das schnelle Sandwich am Arbeitsplatz Zeit spart und Sie dadurch ein paar Minuten früher nach Hause können: Für Ihre Psyche und Gesundheit ist dies nicht förderlich. Am besten essen Sie Vollkornprodukte, frisches Gemüse, Früchte, Fisch und Poulet. Zu viele Kohlenhydrate hingegen machen schlapp. Nehmen Sie auch während der Arbeit kleine Snacks wie Nüsse und Früchte zu sich. Sogar etwas Schokolade ist erlaubt, denn das macht glücklich! Eine Studie des Uni-Spitals Zürich hat sogar ergeben, dass Schokolade mit einem Kakaogehalt von über 70 Prozent die Herzkranzgefässe erweitert und dadurch die allgemeine Durchblutung verbessert. Aber übertreiben Sie es nicht.

Lachen und lächeln: Haben Sie heute schon gelacht? Das ist gut für die Muskeln, befreit Ihre Emotionen und setzt Glückshormone frei. Es muss nicht immer alles todernst sein, manchmal hilft ein (guter) Witz zur richtigen Stelle, um die ganze Atmosphäre zu lockern. Auch ein kleines Lächeln heitert bereits auf – egal ob bei der Arbeit, im Pendlerverkehr oder in der Freizeit. Probieren Sie es aus, es macht Spass!

Alte Bekanntschaften pflegen: Schauen Sie ihr Handy-Adressbuch nach Personen durch, mit denen Sie sich zwar gut verstehen, der Kontakt aber grundlos abgebrochen ist. Treffen Sie sich zum Lunch oder auf ein Feierabendbier – die Erinnerungen an tolle gemeinsame Zeiten werden Ihre Laune aufhellen.

Betreiben Sie "Cocooning": Was sich wie eine neue gefährliche Trendsportart anhört, ist im Grunde genau das Gegenteil. Cocooning bedeutet, sich von der komplexen Umwelt zurückzuziehen und es sich in den eigenen vier Wänden gemütlich zu machen. Bleiben Sie mal einen Abend zu Hause und lesen Sie ein gutes Buch oder schauen Sie sich einen schönen Film beziehungsweise Ihre Lieblingsserie an. Das muss nicht alleine sein, Sie können auch Ihren Partner, Ihre Familie oder gute Freunde bei sich haben. Falls Sie noch Filmideen brauchen: Die Spitzenreiter der aktuellen DVD-Charts der Schweiz sind die Filme Avengers – Age of Ultron, Mad Max und Honig im Kopf.