SpaceX-Mission dockt an Internationaler Raumstation ISS an - Elon Musk triumphiert

Die SpaceX-Mission ist an der Internationalen Raumstation ISS angekommen.
31.05.2020 20:46
Elon Musk ist CEO von Tesla und Gründer von SpaceX.
Elon Musk ist CEO von Tesla und Gründer von SpaceX.
Bild: imago images / ZUMA Press

Die US-Astronauten Bob Behnken und Douglas Hurley dockten am Sonntag nach gut 19 Stunden an der ISS an. Der 49-jährige Behnken und der 53 Jahre alte Hurley sollen für mehrere Wochen auf der ISS bleiben und dort im Labor mitarbeiten.

Für die USA ist der Start von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus ein Meilenstein in der Raumfahrt. Erstmals seit neun Jahren hoben Nasa-Astronauten wieder von amerikanischem Boden aus ab. Seit dem Ende der Space-Shuttle-Flüge im Jahr 2011 waren sie auf russische Sojus-Kapseln angewiesen, um Astronauten zur ISS zu transportieren. Das von Elon Musk gegründete private Unternehmen SpaceX schoss in Zusammenarbeit mit der US-Weltraumbehörde Nasa seine Crew-Dragon-Raumkapsel ins All. Der erste Startversuch der Rakete am vergangenen Mittwoch war wegen schlechten Wetters abgesagt worden, nur 17 Minuten vor dem geplanten Start.

"Es ist unglaublich, die Kraft, die Technologie", sagte US-Präsident Donald Trump, beim Start der Rakete. "Das war schön anzuschauen". Er war eigens nach Cape Canaveral gereist, um den Start live zu beobachten und wurde unter anderem von Vizepräsident Mike Pence begleitet. Trump sieht diese Weltraummission auch als Schritt hin zum Ziel, Menschen zum Mars zu fliegen.

Der Flug ins All ist auch für Musk ein großer Erfolg. Der Gründer des Elektroauto-Bauers Tesla ist auch ein Pionier bei der Entwicklung wiederverwendbarer Raketen, die Raumflüge preiswerter und damit häufiger machen sollen. Zudem ist es das erste Mal, dass Amerikaner mit einem Privatunternehmen ins All fliegen.

Die Crew-Dragon-Raumkapsel war am Samstagnachmittag (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida auf ihren Weg zur ISS geschickt worden. Nur Minuten nach dem Start sprengte die Falcon-9-Rakete die erste Stufe ab, die selbstständig zur Erde zurückflog und sicher auf einer Plattform im Atlantik landete. Weit über der Erde trennte sich die Kapsel von der zweiten Raketenstufe und begann die Reise zur ISS.

Bereits kommendes Jahr soll ein Konkurrent Amerikaner ins Orbit bringen. Dann will der Flugzeughersteller Boeing seinen CST-100 Starliner ins All schießen. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat an beide Unternehmen fast acht Milliarden Dollar vergeben, damit sie konkurrierende Systeme entwickeln.

(Reuters)