Staatskonzern CRRC - Lokomotiv-Deal bedeutet günstigen Einstieg für China in Europa

Der Zughersteller CRRC aus China hat mit einem einzigen Zukauf ein Viertel des europäischen Marktes für Diesellokomotiven unter seine Kontrolle gebracht - für weniger als 10 Millionen Euro. Was heisst das für Stadler?
31.08.2019 14:15
Der Schienenverkehr wird Prognosen zufolge als umweltfreundliche Transportform an Bedeutung zunehmen.
Der Schienenverkehr wird Prognosen zufolge als umweltfreundliche Transportform an Bedeutung zunehmen.
Bild: Pixabay

Der Erwerb eines Kieler Werks der Vossloh AG, am Montag angekündigt, bedeutet für die China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) einen wichtigen Einstieg in eine Region, in der Schienenverkehr gegenüber Autos und Flugzeugen an Bedeutung zunimmt. CRRC Zhuzhou Locomotive bekommt mit dem Werk etwa 500 Mitarbeiter, die in den letzten fünf Jahren in Norddeutschland 25 Prozent der in Europa verkauften Diesellokomotiven gebaut haben.r.

Der Standort ist fokussiert auf Rangierlokomotiven, die in Güterbahnhöfen eingesetzt werden und seit Jahren unrentabel. CRRC sollte jedoch die finanziellen und technologischen Möglichkeiten haben, um eine Transformation zu ermöglichen. Ein Zukauf in Europa war für den chinesischen Giganten Branchenbeobachtern zufolge "überfällig".

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CRRC wurde durch den Zusammenschluss zwei lokaler Grössen in 2015 zur Nummer Eins der Schienenfahrzeughersteller. Im selben Jahr hatte Vossloh bereits sein spanisches Lokomotivwerk, welches modernere Dieselzüge für den Fernverkehr herstellt, an die in der Ostschweiz ansässige Stadler Rail verkauft.

(Bloomberg/cash)

 
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