Stadler Rail - Spuhler bedauert geplatzte Siemens-Alstom-Fusion

Peter Spuhler, Eigentümer und Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail, bedauert die Ablehnung der Fusion zwischen Alstom und Siemens durch die EU.
09.02.2019 12:55
Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail, in einem früheren Interview mit cash.ch.
Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stadler Rail, in einem früheren Interview mit cash.ch.
Bild: Nik Hunger

Er wäre interessiert gewesen, bei einer Abspaltung gewisser Unternehmensteile eventuell etwas zu übernehmen, sagte der Chef des Thurgauer Zugherstellers im Wirtschaftsmagazin "Trend" von Radio SRF1 am Samstag. Das ein oder andere hätte man sicher angeschaut, etwa im Bereich Signaltechnik. Dieser sei wichtig für die Zukunft, weil die Fahrzeuge immer intelligenter würden, sagte der Unternehmer.

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch die Fusion der Zugsparten des deutschen Siemens-Konzerns und des französischen Alstom-Konzerns wegen erheblicher Wettbewerbsbedenken verboten. Die Unternehmen wollten im Bahnbereich fusionieren, um im internationalen Wettbewerb besser aufgestellt zu sein - etwa auch mit Blick auf den weltweit grössten Zughersteller aus China CRRC.

Kein Entscheid zu Börsengang

Ob ein Börsengang für Stadler Rail tatsächlich kurz bevorsteht, bleibt weiter unklar. Es sei geprüft worden, ob das Unternehmen bereit dafür sei ("Readyness Test"), und die Vorbereitungen seien gestartet worden, sagte Spuhler. Ein Entscheid sei aber noch nicht gefällt. Das hänge auch vom Marktumfeld ab. "Vielleicht machen wir's, und vielleicht machen wir's nicht."

Erst vor gut einer Woche hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Personen geschrieben, der Zugbauer peile allenfalls noch vor Ostern den Gang an die Schweizer Börse an, ein formeller Startschuss sei jedoch noch nicht gefallen.

(AWP)