Trump macht Iran für Attacken auf saudische Ölanlagen verantwortlich

(Ausführliche Fassung) - Nach US-Aussenminister Mike Pompeo hat auch US-Präsident Donald Trump öffentlich den Iran für die jüngsten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien verantwortlich gemacht. Als Reaktion habe die US-Regierung die Sanktionen gegen Teheran weiter verschärft, sagte Trump am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Er bekräftigte einen weiteren Kurs der Härte gegen den Iran, verzichtete aber explizit auf eine Drohung mit militärischer Vergeltung.
24.09.2019 18:13

US-Aussenminister Mike Pompeo hatte unmittelbar nach den Angriffen auf die Ölanlagen Mitte des Monats den Iran dafür verantwortlich gemacht - und dies bei einer Reise nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate kurz danach noch mal bekräftigt. Am Montag waren die Regierungen von Deutschland, Frankreich und Grossbritannien der US-Einschätzung gefolgt und hatten ebenfalls den Iran als Urheber der Angriffe benannt.

Trump warf der iranischen Führung eine aggressive Eskalation vor. "Solange der Iran sein bedrohliches Verhalten fortsetzt, werden die Sanktionen nicht aufgehoben. Sie werden verschärft", betonte er und rief andere Staaten zu einem harten Kurs gegen Teheran auf. "Alle Nationen sind verpflichtet zu handeln." Keine verantwortungsbewusste Regierung dürfe die Blutrünstigkeit des Iran unterstützen.

Trump appellierte an die iranische Führung, damit aufzuhören, andere Staaten zu bedrohen und stattdessen ihr eigenes Land aufzubauen. "Es ist an der Zeit für die iranische Führung, endlich die iranische Bevölkerung an erste Stelle zu setzen", sagte er. Die Bürger im Iran hätten eine Regierung verdient, die sich darum kümmere, Armut zu bekämpfen, Korruption zu beenden und neue Jobs zu schaffen, anstatt das Geld der Menschen zu stehlen und Terror zu finanzieren.

"Amerika ist bereit, Freundschaft zu schliessen mit allen, die aufrichtig Frieden und Respekt anstreben", sagte Trump im Anschluss. "Viele von Amerikas engsten Freunden heute waren einst unsere grössten Feinde." Die Vereinigten Staaten hätten nie an "dauerhafte Feinde" geglaubt. "Wir wollen Partner, keine Gegner", sagte er./jac/DP/jha

(AWP)