Uiguren - USA erwägen Verbot von Baumwolle aus chinesischer Region Xinjiang

Die USA erwägen laut einem Medienbericht wegen mutmasslichen Menschenrechtsverletzungen die Einfuhr von Produkten mit Baumwolle aus der Provinz Xinjiang in China zu verbieten.
08.09.2020 06:31
Kapitol, Sitz des US-Kongresses, in Washington.
Kapitol, Sitz des US-Kongresses, in Washington.
Bild: imago images / Xinhua

Der genaue Umfang eines entsprechenden Verbotes, das am Dienstag angekündigt werden könnte, sei noch unklar, hiesst es in dem Bericht der "New York Times" am Montag. Es könnten sogar Produkte aus Drittländern betroffen sein, die chinesische Baumwolle aus Xinjiang enthielten, so der Bericht weiter.

Die Region ist bekannt für den Anbau von Baumwolle und das Textilgewerbe. Namhafte grosse Bekleidungshersteller lassen dort fertigen oder beziehen Baumwolle, Garn oder Stoffe aus dem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden in den vergangenen Jahren mehr als eine Million Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang in Lagern festgehalten. China bestreitet jegliche Misshandlung dieser Minderheit und betrachtet die Vorgänge in der entlegenen Provinz als innenpolitische Angelegenheit.

Ein mögliches Einfuhrverbot der US-Regierung könnte durch das Gesetz zum Einsatz von Sanktionen gegen China wegen des Umgangs mit der muslimischen Minderheit der Uiguren ("Uiguren-Gesetz") ermöglicht werden.

(AWP)