Die Unia publizierte Konzernrechnungen sowie Rechnungen der als Verein organisierten Gewerkschaft aus den Jahren 2016 bis 2020 auf ihrer Internetseite. Als Grund nannte sie das "mediale Interesse". Zuvor waren in Tamedia-Zeitungen und im "Blick" Details zu den Finanzen publik geworden.

Der Gewerkschaft war dabei auch mangelnde Transparenz vorgeworfen worden. Die Unia zählte im letzten Jahr gemäss den nun publizierten Zahlen zu den finanzkräftigsten politischen Organisationen des Landes.

Den Angaben zufolge belief sich das Anlagevermögen der Unia Ende 2020 im Konzern auf total 836 Millionen Franken. Allein die Sachanlagen - darunter das Immobilienportfolio mit 2860 Wohnungen, Geschäftsliegenschaften, Hotels, Landreserven und Bauprojekten - waren 444 Millionen Franken wert. Hinzu kam ein Finanzvermögen unter anderem dank Obligationen und Aktien im Umfang von 329 Millionen Franken.

Das Vermögen der Unia sei gleichzeitig auch die Streikkasse, liess die Gewerkschaft im Vorfeld verlauten. Die Unia ist die grösste Gewerkschaft der Schweiz. Sie organisiert Arbeitnehmende aus den Sektoren Industrie, Gewerbe, Bau und private Dienstleistungen. Ihr gehören über 180'000 Mitglieder an, und sie führt die grösste Arbeitslosenkasse der Schweiz.

mk/

(AWP)