US-Börsen - War der Gamestop-Hype bloss ein Krieg unter Hedgefonds?

Ein bekannter aktivistischer Leerverkäufer, der chinesische Betrugsfälle ins Visier genommen hatte, erkennt ein ähnliches Muster bei der Rally von Aktien wie Gamestop.
02.02.2021 14:33
Filiale des Computerspiele-Händlers Gamestop in Hannover.
Filiale des Computerspiele-Händlers Gamestop in Hannover.
Bild: imago images / Rust

Der aktivistische Leerverkäufer Carson Block vermutet als Ursache der heftigen Kursbewegungen weniger von Reddit befeuerte Orders von Privatkunden als vielmehr einen Short-Squeeze von Hedgefonds, der auf andere Hedgefonds abzielt.

"Ich frage mich, ob es eine Abstimmung zwischen diesen Hedgefonds gibt", sagte Block in einem Interview mit Bloomberg TV. "Worin besteht die Abstimmung? Haben sie die Grenze überschritten? Das könnte interessant sein."

Im Moment ist es eine unbewiesene Theorie. Aber wenn Carson Block Recht hat, war das, was letzte Woche wie ein historischer Aufstand der Kleinanleger schien, auch ein willkommenes Tarnmanöver für die vernichtende Kriegsführung von Hedgefonds.

Die Liste der Opfer in diesem Kampf wächst, von Firmen wie Melvin Capital Management und Maplelane Capital bis hin zu Fonds, die von Unternehmen wie David Einhorns Greenlight Capital bis zu Renaissance Technologies geführt werden. Klar ist indes noch nicht, wer auf der anderen Seite profitiert hat.

(Bloomberg)