US-Notenbankerin befürchtet Pleitewelle

Die schneller als erwartete Erholung der US-Wirtschaft wird nach Ansicht der Fed-Notenbankerin Michelle W. Bowman möglicherweise eine massive Pleite von kleinen Unternehmen im ganzen Land nicht verhindern können.
23.03.2021 06:37

"Der finanzielle Druck auf viele kleine Unternehmen bleibt gross, und ich bin besorgt, dass eine wachsende Zahl von kleinen Betrieben bereits dauerhaft schliessen musste oder am Rande des Scheiterns steht", sagte Bowman beim einem Wirtschaftstreffen in Oklahoma am Montag.

Viele Banken hätten ihr gesagt, "dass das Paycheck Protection Program (PPP) und andere fiskalische Massnahmen diesen finanziellen Druck nur aufgeschoben, aber nicht beseitigt haben."

Die US-Währungshüter, einschliesslich des Vorsitzenden Jerome Powell, hatten die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus als den einzigen sicheren Weg zur wirtschaftlichen Erholung gesehen und fiskalische Hilfen wie das PPP sowie Kredite an kleine Unternehmen unterstützt.

Nach Bowmans Ansicht seien die Beschränkungen aber mit einem zu hohen Preis bezahlt worden. "Diese Restriktionen mögen hilfreich gewesen sein, um die Pandemie einzudämmen, aber sie scheinen die Möglichkeiten für kleinere Firmen, ihren Betrieb und ihre Einnahmequellen aufrechtzuerhalten, unverhältnismässig stark beeinträchtigt zu haben, was zu einem erheblichen Druck auf den Cashflow führte", sagte Bowman.

Das PPP hatte ursprünglich ein Volumen von 660 Milliarden Dollar und wurde anfangs stark nachgefragt. Es soll kleinere und mittlere Firmen in der Krise unterstützen, so dass die Unternehmen ihr Personal halten können.

mk/

(AWP)