WEF-Gründer - Bundesrat will Staats-Pomp zu Ehren von Klaus Schwab

WEF-Gründer Klaus Schwab soll mit einer Zeremonie geehrt werden und den Schweizer Pass erhalten. Im Bundesrat sind über diese Idee von Finanzminister Ueli Maurer offenbar nicht alle erfreut.
18.08.2019 11:03
Indiens Premierminister Narendra Modi (l.) und WEF-Gründer Klaus Schwab im Januar 2018.
Indiens Premierminister Narendra Modi (l.) und WEF-Gründer Klaus Schwab im Januar 2018.
Bild: World Economic Forum / Benedikt von Loebell

Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) will WEF-Gründer Klaus Schwab für dessen Verdienste um das World Economic Forum und die Schweiz in einer staatlichen Zeremonie ehren. Dabei soll der Deutsche Schwab durch den Kanton Graubünden auch das Schweizer Bürgerrecht erhalten, wie die "SonntagsZeitung" berichtet. Maurer habe seine Pläne am Mittwoch dem Bundesrat vorgestellt.

Anlass sei das 50-Jahr-Jubiläum des WEF im nächsten Januar in Davos. An der Feier soll Maurers Plänen zufolge möglichst der Gesamtbundesrat anwesend sein. Unklar ist, wie und warum Schwab, der bisher den Schweizer Pass explizit nicht wollte, das Bürgerrecht erhalten soll.

Schwab ist im Genfer Vorort Cologny niedergelassen. Eine ordentliche Einbürgerung müsste demnach vom Wohnkanton vorgenommen werden. Im Bundesrat seien nicht alle mit Maurers Plänen einverstanden, schreibt die Zeitung. Auch aus Maurers Partei kommt Kritik: "Herrn Schwabs Verdienste sind unbestritten, aber die staatliche Ehrung von Einzelpersonen ist unschweizerisch. Wir haben schliesslich auch keine Verdienstorden", sagte Maurers Parteikollge und SVP-Präsident Albert Rösti der Zeitung.