Weltwirtschaftsforum - «Geschichte am Wendepunkt» - WEF 2022 startet mit Rede von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenski

Nach längerer Zwangspause wegen der Virus-Krise kommt die Elite aus Politik und Finanzwelt wieder beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos zusammen.
22.05.2022 23:00
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski bei seiner Ansprache an die Nation am Ende des ersten Tages der Angriffe Russlands.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski bei seiner Ansprache an die Nation am Ende des ersten Tages der Angriffe Russlands.
Bild: IMAGO / ZUMA Press

Das traditionell für Januar terminierte Jahrestreffen war wegen der Corona-Pandemie auf Mai verschoben worden. Fast 2500 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur wurden zur Konferenz in Graubünden eingeladen - wegen des Ukraine-Krieges jedoch keine Spitzenvertreter aus Russland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute (Montag) eine Videoansprache halten.

Die Konferenz steht unter dem Motto: "Geschichte an einem Wendepunkt". Neben dem kriegerischen Konflikt in Osteuropa stehen auch Themen wie die Wirtschaftserholung nach der Corona-Pandemie und Klimaschutz auf der Agenda des WEF-Treffens in Davos, das 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.

Mit von der Partie ist dieses Jahr unter anderen der deutsche Kanzler Olaf Scholz, der am Donnerstag seinen Redeauftritt hat. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez werden auf dem Weltwirtschaftsforum sprechen.

Die Europäische Zentralbank (EZB), die aller Voraussicht nach vor einer Zinswende im Sommer steht, ist ebenfalls prominent auf der Veranstaltung vertreten: EZB-Chefin Christine Lagarde wird ebenso wie der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau und dessen niederländischer EZB-Ratskollege Klaas Knot auf der Konferenz auftreten, die von einem erhöhten Sicherheitsaufgebot geschützt wird. Dabei unterstützen rund 5000 Militärangehörige die örtliche Polizei. 

(Reuters)