Gegen 14.00 Uhr versammelten sich zwischen 200 bis 300 Personen auf dem Theaterplatz. Sie skandierten unter anderem «Free, free Palestine», wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Plakate mit der Aufschrift «End to Zionism» waren zu lesen.
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot und mit einem Wasserwerfer vor Ort. Sie sperrte den Theaterplatz ab, kesselte die Demonstrierenden nach und nach ein und führte Personenkontrollen durch. Die Lage war zeitweise sehr angespannt.
Am Rande der Einkesselungs-Zone formierten sich kleine Gruppierungen, zwischen diesen und der Polizei kam es hin und wieder zu einem Katz-und-Maus-Spiel. Dabei setzte die Polizei auch Pfefferspray ein.
Unterstützung aus Aargau und Bern
Die Kundgebung war unter dem Titel «Death to Zionism» angekündigt worden. Der Tag der Demonstration fiel auf den 29. August, also das Datum, an dem 1897 der erste Zionistenkongress in Basel begann. «Wir stellen uns nicht nur gegen eine zionistische Politik in Israel, sondern auch ihre Unterstützung hier», hiess es etwa auf einem Flyer.
Die Kantonspolizei hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass sie die Demonstration in der geplanten Form als nicht grundrechtskonform und damit als nicht bewilligungsfähig erachte. Sie verwies dabei auf explizite Gewaltaufrufe im Zusammenhang mit der angekündigten Kundgebung. Die jüdische Gemeinschaft in Basel solle sich jederzeit sicher fühlen können, hiess es weiter. Unterstützung erhielt die Basler Polizei von den Einsatzkräften aus den Kantonen Bern und Aargau.
(AWP)
