«Ohne Rechtsweg wäre der Bürger der PUK schutzlos ausgeliefert. Das kann nicht sein. Baselland ist ja keine Bananenrepublik», sagte sein Anwalt gegenüber der BaZ. Die PUK komme zum Schluss, dass derzeit keine «konkreten und fundierten Anhaltspunkte» für einen individuell vorwerfbaren Fehler bestünden, die Schneider zur besonders betroffenen Person qualifizierten.
Das sehe Schneider ganz anders, schreibt die BaZ unter Verweis auf die ihr vorliegende Verfassungsbeschwerde. Umso mehr, als der Auftrag der PUK unter anderem explizit laute, zu klären, «warum die Aufsichtsorgane ihre Aufgaben nicht wahrgenommen haben oder nicht wahrnehmen konnten».
Gescheiterte Online-Bank
Der Baselbieter Landrat will mit der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) die Vorkommnisse rund um die gescheiterte Online-Bank Radicant untersuchen. Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hatte im November 2025 beschlossen, den Betrieb der Online-Tochter nach nur zwei Jahren wieder einzustellen.
Die Gesamtbelastungen des «Radicant-Abenteuers» hat die Bankführung auf rund 190 Millionen Franken beziffert. Neben Bankratspräsident Schneider hatte auch der damalige BLKB-CEO John Häfelfinger in der Folge der hohen Verluste den Hut genommen. Wegen der Vorgänge rund um Radicant hat auch die Finanzmarktaufsicht Finma eine Untersuchung eingeleitet.
tp/ra
(AWP)
