RIETER: Der Abgang von Rieter-Chef Thomas Oetterli war laut «SonntagsZeitung» die Folge der hohen Verluste des Textilkonzerns und ein «Vorbote einer harten Restrukturierung». Nachdem die Hauptaktionäre Peter Spuhler und Martin Haefner Rieter erst 2025 rund 250 Millionen zugeführt hätten, sei das Geld «schon wieder weg»: Darum habe der Chef gehen müssen, so die Zeitung. Oetterli sei vor allem angekreidet worden, dass er keinen glaubwürdigen Weg aufgezeigt habe, wie er die 2025 übernommene Barmag sinnvoll integrieren wolle. Sein Reorganisationsplan sei bei Spuhler durchgefallen. Nun dürften Rieter schmerzhafte Einschnitte bevorstehen, so die Zeitung. (SoZ, S. 40)
SWISS STEEL: Der Stahlkonzern Swiss Steel hat angesichts hoher Verluste eine weitere Sanierung angekündigt. Diese betrifft die Standorte in Deutschland und wird dort zu einem weiteren Abbau von Stellen führen, wie Konzernchef Frank Koch in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte. Laut der Zeitung weist Swiss Steel für 2025 einen Verlust von 311 Millionen Franken aus. Das seien 115 Millionen mehr als noch ein Jahr zuvor. Auch der Umsatz sei massiv geschrumpft. «Unser Plan sieht vor, dass wir ab 2028 wieder in die operative Gewinnzone kommen», erklärte Koch. (SoZ, S. 41)
WEF: Der Rücktritt von Axa-Chef Thomas Buberl aus dem Stiftungsrat des Weltwirtschaftsforums (WEF) im August erfolgte, weil er sich stärker auf seine Aufgabe als Axa-CEO konzentrieren wollte. Zu diesem Schluss sei er in der Diskussion mit dem Axa-Aufsichtsrat gekommen, sagte Buberl in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». «Die Frage, wer neue Präsidentin oder neuer Präsident des WEF wird, ist noch völlig offen», sagte der Axa-CEO. Während die derzeitige EZB-Präsidentin Christine Lagarde als klare Favoritin für das Amt gilt, soll Buberl mit einem Teil des WEF-Stiftungsrats für ein breiteres Auswahlverfahren eingetreten sein. (NZZaS, S. 37)
LARS WINDHORST: Die Zuger Investmentgesellschaft Tennor International des deutschen Unternehmers Lars Windhorst ist konkurs. Ein Einzelrichter im Kanton Zug hat Mitte September den Konkurs über die Tennor International verhängt, wie einem entsprechenden Eintrag im Handelsregister zu entnehmen ist. Wie die «Sonntagszeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, war der Grund für die Konkurseröffnung eine offene Forderung über 14,5 Millionen Franken. Windhorst selbst ist offenbar mittlerweile von Zug nach Dubai umgezogen: Bereits im Mai 2026 änderte er als VR-Präsident der Tennor International im Handelsregister seinen offiziellen Wohnsitz auf Dubai von bisher Zug. (SoZ, S. 43)
SPACEX: Die Pläne von Elon Musks Unternehmen SpaceX zur Errichtung von 40 grossen Antennen für das Satellitennetz Starlink im Walliser Leuk stossen auf breiten Widerstand. Dieser reiche quer durch fast alle Parteien, berichtet die «SonntagsZeitung». SP-Nationalrat Fabian Molina fordert jetzt in einem Vorstoss, dass die Starlink-Bodenstation in der Schweiz nicht gebaut werden darf. Mitunterzeichnet haben die beiden SVP-Nationalräte Walter Gartmann und Jean-Luc Addor. Bereits im März forderte SP-Politikerin Jacqueline Badran, dass der Bund Starlink keine Funkkonzession erteilt. Die Gegner warnen vor Sicherheitsrisiken und einem Konflikt mit der Schweizer Neutralität. Derweil haben Gegner auch Beschwerde beim Walliser Staatsrat gegen die Baubewilligung eingereicht. (SoZ, S. 7)
BILATERALE III: Eine unveröffentlichte Analyse im Auftrag von Economiesuisse hat gemäss «SonntagsBlick» die Hürde für die Annahme der «Bilateralen III» bei einem obligatorischen Referendum beziffert. Demnach wären 59 Prozent Ja-Stimmen nötig, um neben dem Volksmehr auch das Ständemehr zu erreichen. Beim Wert handelt es sich um eine statistische Hochrechnung und nicht um eine Prognose, wie die Zeitung schrieb. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse habe das Institut Sotomo mit der Untersuchung beauftragt, um die Ausgangslage zu kennen. Sotomo wertete laut «SonntagsBlick» dafür die wichtigsten Schweizer Europaabstimmungen seit dem EWR-Nein im Jahr 1992 aus. (SoBli, S. 19)
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(AWP)
