SUNRISE: Am Hauptsitz von Sunrise in Opfikon ZH geht offenbar die Angst um. Der im September angekündigte Stellenabbau könnte dort Hunderte Jobs in den Bereichen IT, Marketing und Controlling betreffen, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Da ein grosser Teil der restlichen Belegschaft vom Abbau ausgeschlossen worden sei, befürchteten die rund 1750 Mitarbeitenden in der Zentrale, dass die Stellenstreichungen überwiegend sie betreffen. Sunrise dementierte dies gegenüber der Zeitung. Es könne personelle Auswirkungen an verschiedenen Standorten geben und es würden sämtliche Geschäftsprozesse untersucht. (SoZ, S. 31-32, s. separate Meldung)

MIGROS: Die Migros ist für ihr Kaffeekugel-System Coffee B eine Kooperation mit dem deutschen Kaffeekonzern Dallmayr eingegangen. Drei Dallmayr-Röstungen sind bereits in Deutschland erhältlich und werden ab dem 12. Oktober auch im Schweizer Coffee-B-Onlineshop verfügbar sein, wie eine Sprecherin gegenüber der «Schweiz am Wochenende» sagte. Die Migros bezeichnet die Zusammenarbeit als weiteren wichtigen Schritt hin zu einem «offenen Kaffeesystem», bei dem Konsumentinnen und Konsumenten aus vielen Kaffeemarken wählen können. Zudem wachse Coffee B «weiterhin stark», hiess es. (SaW, S. 16, s. separate Meldung)

GALAXUS/BRACK/COOP/MIGROS: Die Schweizer Onlinehändler Galaxus und Brack bereiten sich auf KI-gesteuerte Einkaufsassistenten vor, rechnen aber nicht mit einem schnellen Durchbruch des «agentischen Shopping». Galaxus hat laut der «NZZ am Sonntag» bereits eine Schnittstelle eingerichtet, über die KI-Agenten im Shop nach Produkten suchen können. Brack baut die technische Basis auf. Migros und Coop verfolgen die Entwicklung, haben aber noch keine Projekte für KI-Schnittstellen. (NZZaS, S. 39)

ON/DECATHLON: Grosse Onlineplattformen gefährden laut der «NZZ am Sonntag» die Premium-Strategie von On. So verkauft zum Beispiel der Webshop Berg-Freunde.ch, ein Tochterunternehmen der französischen Kette Decathlon, viele On-Produkte stark vergünstigt. Dabei wird Decathlon von On nicht einmal beliefert, wie das Unternehmen gegenüber der Zeitung mitteilt. Die französische Kette hält fest, dass die Schuhe von Drittanbietern verkauft würden, auf deren Preise man keinen Einfluss habe. Aber auch offizielle On-Partner wie Zalando führen regelmässig Aktionen durch. On sagt, dass man nur unverbindliche Preisempfehlungen abgebe. (NZZaS, S. 35)

PARMELIN-NACHFOLGE I/TRAVAIL SUISSE: Spekulationen über einen möglichen Wechsel von SP-Bundesrat Beat Jans ins Wirtschaftsdepartement stossen laut der «NZZ am Sonntag» auch bei Gewerkschaftsvertretern auf Skepsis. Jans zeige für Wirtschaftsfragen «kein besonderes Feuer» und ihm und seinem Team fehle das «politische Geschick» für das Amt, heisse es aus Gewerkschaftskreisen. Auch Travail-Suisse-Präsident und ehemaliger SP-Nationalrat Adrian Wüthrich sehe mögliche Nachteile. «Ein SP-Wirtschaftsminister wäre für die Gewerkschaften nicht nur förderlich», sagte er. Ein solcher stehe «permanent unter Verdacht», linke Wirtschaftspolitik zu betreiben. Kompromisse zwischen den Sozialpartnern könnten es dadurch im bürgerlich dominierten Bundesrat schwerer haben. (NZZaS, S. 11)

PARMELIN-NACHFOLGE II: SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi hat für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin ein Ticket mit mindestens zwei Kandidaturen in Aussicht gestellt. Er werde sich für eine entsprechende Auswahl einsetzen, sagte er in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Ob mindestens eine Frau auf dem Ticket stehen soll, beantwortete der Zuger Nationalrat nicht direkt. «Es ist klar, dass es Frauen und Männer im Bundesrat braucht.» Zudem müssten für ihn die Sprachregionen «angemessen» vertreten sein. (Samstagsrundschau, s. separate Meldung)

PARMELIN-NACHFOLGE III: Geht es nach der Schwyzer SVP, soll ihr Regierungsrat André Rüegsegger Nachfolger von Guy Parmelin werden. Zugesagt hat der 50-jährige Jurist noch nicht, aber Petra Gössi fände eine Kandidatur laut der «SonntagsZeitung» gut: «Er soll Vollgas geben», sagt die FDP-Ständerätin und weist darauf hin, dass der Urkanton noch nie im Bundesrat vertreten war. Rüegsegger ist ledig, wohnt in Brunnen und kandidierte 1999 auf einer CVP-Liste für den Nationalrat. Später ging er zur SVP. Für seine Arbeit in der Kantonsregierung erhält der aktuelle Bau- und ehemalige Sicherheitsdirektor viel Anerkennung. (SoZ, S. 9)

PARMELIN-NACHFOLGE IV: Nach Esther Friedlis Absage ist das Rennen um die Nachfolge von Guy Parmelin wieder offen. Gleich ein halbes Dutzend SVP-Politiker werden inzwischen als mögliche Bundesratskandidaten gehandelt. Darunter Pascal Schmid, der Wunschkandidat von Christoph Blocher. Auch Franz Grüter und Nicolas Kolly zeigen Interesse. Benjamin Giezendanner und Christian Imark würden eine Kandidatur zumindest prüfen, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Bei den Frauen hingegen schrumpft das Feld der Favoritinnen. Auch hinter Natalie Rickli steht ein Fragezeichen. Die Genferin Céline Amaudruz will zwar offenbar antreten, stösst aber in Teilen der eigenen Partei auf Widerstand. (SoZ, S. 9)

AIRBNB: Airbnb Schweiz hat sich erstmals zum seit 1. September geltenden Teilverbot für kommerziell vermietete Businessapartments in Zürcher Wohnzonen geäussert. Die Plattform bestreitet, dass Kurzzeitvermietungen die Wohnungsnot oder die Mieten in der Schweiz wesentlich beeinflussen. Die Mehrheit der Gastgeber in der Schweiz und in Zürich seien «Homesharer», die ihr eigenes Zuhause gelegentlich vermieten, sagte Airbnb gegenüber dem «Blick». Das Unternehmen verwies zudem auf Erfahrungen aus Barcelona und Amsterdam, wo strenge Beschränkungen die Zahl der Inserate zwar deutlich gesenkt hätten, die langfristigen Mieten aber weiter gestiegen seien. (Blick.ch, Sonntag)

FINANZPLATZ ZÜRICH: Der Wegzug von Vontobel und Cembra aus der Stadt Zürich bedeutet laut der «NZZ am Sonntag» keinen Exodus weiterer Banken. Zwar gehört Zürich mit einem Gesamtsteuersatz von knapp 20 Prozent zu den teuersten Standorten der Schweiz. Dennoch investierten viele Institute weiter kräftig in der Stadt, darunter die UBS und Julius Bär. Zudem sei Zürich für Fintechs ein Magnet. Der Präsident des Zürcher Bankenverbands, Christian Bretscher, sieht den Wegzug der beiden Banken daher nicht als Alarmsignal für den Finanzplatz. (NZZaS, S. 38)

RUAG: Die Ruag wird laut dem «SonntagsBlick» in Emmen LU nur noch drei statt vier F-35-Kampfjets endmontieren und testen. Grund seien die gestiegenen Kosten für die US-Kampfjets, weshalb die Schweiz weniger als die ursprünglich geplanten 36 Maschinen beschaffen werde. Damit reduzierten sich auch das Auftragsvolumen und die Skaleneffekte für die Ruag. Das sogenannte Projekt Rigi sei innerhalb des VBS umstritten gewesen, da die Endmontage in der Schweiz die Beschaffung verteuere. Ein internes VBS-Papier stelle zudem den volkswirtschaftlichen Nutzen solcher Offsetgeschäfte infrage. Die Ruag bemühe sich nun um zusätzliche Aufträge aus dem Ausland und wolle kommende Woche darüber informieren. (SoBli, S. 16)

SPORTWETTEN/PMG: Schweizer Investoren haben laut der «NZZ am Sonntag» rund 45 Millionen Franken mit algorithmusbasierten Sportwetten verloren. Das Geld sei zwischen 2021 und 2023 in die maltesische Gesellschaft Eleven Peaks geflossen. Nun liege bei der Thurgauer Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung, gewerbsmässigen Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung vor. Die Vorwürfe richteten sich gegen die Unternehmer Heinz Haunschild und Giancarlo Tottoli sowie einen ehemaligen Kadermann des Schweizer Ablegers der Deutschen Bank. Investorengelder sollen zweckwidrig an Gesellschaften im Umfeld der Beschuldigten geflossen sein. Die Beschuldigten bestritten die Vorwürfe und machten Probleme eines türkischen Wettbrokers für die Verluste verantwortlich. Die ebenfalls involvierte Zürcher Anlagefirma PMG Solutions sehe sich als Betrugsopfer. (NZZaS, S. 33-35)

ALLIANCE CARE: Die rund 200'000 Pflegenden und Betreuenden stehen laut der «NZZ am Sonntag» bald ohne starke Stimme da. Die Pläne zur Schaffung ihres nationalen Dachverbandes Alliance Care sind gescheitert. Am Mittwoch wird er voraussichtlich seinen Konkurs besiegeln. Damit fehlt den Pflegenden just in der heissen Phase der Beratungen der Pflegeinitiative im Bundeshaus ihre Lobbyorganisation. Gescheitert ist der Dachverband laut der Zeitung an unrealistischen Zielen. Zurück bleibe viel Frust und ein Schuldenberg von über drei Millionen Franken. (NZZaS, S. 15)

ZERMATT BERGBAHNEN: Die Zermatt Bergbahnen können den öffentlichen Skibetrieb am 14. Oktober wieder aufnehmen, wie es auf deren Webseite hiess. Die jüngsten Schneefälle und die tieferen Temperaturen hätten die Bedingungen deutlich verbessert. Allerdings können noch nicht alle Pisten befahren werden. Zuerst hatte der «Blick» darüber berichtet. (Blick.ch, Samstag, s. separate Meldung)

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(AWP)