ABB: Der Industriekonzern erwägt laut Bloomberg die Ausgliederung des China-Geschäfts der Robotik-Sparte, nachdem der geplante Verkauf des Bereichs an die japanische Softbank in der vergangenen Woche durch die chinesischen Behörden gestoppt worden ist. Um den Deal zu «retten», würden Softbank und ABB derzeit verschiedene Optionen prüfen, darunter die Ausgliederung des chinesischen Teils, schrieb Bloomberg am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der China-Teil könnte ausgegliedert und als eigenständiges Unternehmen mit anderer Eigentümerstruktur gegründet werden. ABB prüfe zudem weitere Optionen. Der Schweizer Konzern hatte im Oktober 2025 vereinbart, die Sparte für einen Unternehmenswert von rund 5,4 Milliarden Dollar an die Japaner zu verkaufen. Am vergangenen Donnerstag teilte ABB allerdings mit, die chinesische Behörde für die Sicherheitsprüfung ausländischer Investitionen habe die Übernahme des China-Geschäfts untersagt. (Bloomberg; siehe auch separate Meldung)

SWISS STEEL: Der Stahlkonzern hat sich vorgenommen, 2028 gruppenweit operativ wieder schwarze Zahlen zu schreiben, wie es in einem Artikel der «Schweiz am Wochenende» heisst. Ein Problem seien die sehr hohen Schulden. Auf die Frage, ob Hauptaktionär Martin Haefner erneut Kapital einschiessen muss, sagte CEO Frank Koch: «Wenn die Restrukturierung in Deutschland bis voraussichtlich 2028 umgesetzt ist, ist der industrielle Plan abgeschlossen. Danach kommt der bilanzielle Teil. Wir müssen Eigenkapital, Schulden und Zinsen in die richtige Balance bringen.» Geschäftszahlen veröffentliche das Unternehmen derweil aktuell nicht mehr: «Wir brauchen für unsere Restrukturierung Zeit. Eine Gruppe mit unseren Herausforderungen baut man nicht in zwei oder drei Jahren um», so Koch. Damit meint er laut SaW in erster Linie die hohen Energiekosten in der Schweiz und die neuen Handelsbeschränkungen der EU. (SaW, S.18)

ON HOLDING: Justizminister Beat Jans hat laut der «NZZ am Sonntag» eine interne Untersuchung zur umstrittenen «Lex On» eingeleitet. Die Revision des Justizdepartements solle das Vorgehen und die Kommunikation rund um die Lockerung der Swissness-Regeln prüfen. Der Bericht werde voraussichtlich im ersten Quartal 2027 vorliegen. Hintergrund seien widersprüchliche Aussagen vor der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats. Jans habe erklärt, über den Streit um die Verwendung des Schweizerkreuzes auf in Asien produzierten On-Schuhen nicht informiert worden zu sein. Das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) habe hingegen angegeben, Jans' Generalsekretariat mehrfach unterrichtet zu haben. Die unter Druck von On zustande gekommene Praxisänderung stosse auch innerhalb der Bundesverwaltung auf Widerstand. Während das Seco die Lockerung verteidige, lehnten das Verteidigungsdepartement und das Bundesamt für Landwirtschaft diese ab. (NZZaS, S.35)

ENERGIE: In der Schweiz drohen wegen des anhaltenden Niedrigwassers auf dem Rhein Versorgungsengpässe beim Heizöl: Der Mineralölhändler Migrol warnt vor einer Zuspitzung der Lage bei einem Wintereinbruch, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. «In einem solchen Szenario wären wir darauf angewiesen, dass in Abstimmung mit dem Bund auch auf die Heizöl-Pflichtlager zurückgegriffen werden kann», sagte Migrol-Chef Andreas Flütsch. Eine kräftig steigende Nachfrage könnte die Versorgung bereits in den kommenden zwei bis drei Wochen vor grosse Herausforderungen stellen. Auch Agrola mahnt, bei Diesel und Heizöl bestehe «das Risiko einer Versorgungsgefährdung in den kommenden Wochen». Noch können die Händler laut «NZZaS» ihre Kunden beliefern. (NZZaS, S.37)

CORONAVIRUS: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will laut der «Sonntagszeitung» und «Le Matin Dimanche» bis zu zwei weitere Jahre lang Hunderttausende alte Rechnungen für Coronatests überprüfen lassen. Dafür suche es gemäss einer Ausschreibung auf der Beschaffungsplattform Simap eine externe Firma. Diese solle unter anderem untersuchen, ob Tests mehrfach oder gar ohne Durchführung verrechnet worden seien. Während der Pandemie habe der Bund über 2,6 Milliarden Franken für Coronatests ausgegeben. Rechnungen im Umfang von 213 Millionen stünden unter Verdacht, zu Unrecht gestellt worden zu sein. Insgesamt untersuche das BAG 322 Verdachtsfälle. Bisher habe der Bund 23,3 Millionen zurückgefordert und weitere Auszahlungen von 72 Millionen Franken verhindert. Bereits 2022 hatte die Eidgenössische Finanzkontrolle unzureichende Kontrollen bei der Abrechnung der Tests kritisiert. («Le Matin Dimanche» / SoZ, S.5)

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(AWP)