Der Gesamtschaden der Attacken liege nach vorläufigen Berechnungen bisher bei einem Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts, sagte Putin. «Das ist kein kritischer Schaden für uns. Und sie können uns auch keinen kritischen Schaden zufügen», behauptete der Präsident. Die Ukraine hatte insbesondere im Schwarzen und dem benachbarten Asowschen Meer Öltanker und Getreidefrachter attackiert.
Putin: Raffinerien nun deutlich besser geschützt
Kiew weitete zuletzt seine Schläge mit weitreichenden Drohnen auf das russische Hinterland deutlich aus. Immer wieder gingen dabei auch Ölraffinerien und Logistikzentren in Flammen auf. Putin sagte, dass der Schutz für die Raffinerien inzwischen deutlich verbessert worden sei. Unternehmen hatten beklagt, dass der russische Staat - anders als von Putin immer wieder versprochen - kein Garant für die Sicherheit sei.
Die Ukraine will dem Land durch die wirtschaftlichen Schäden die Finanzierung der Kriegsmaschinerie erschweren. Putin wiederholte nun Äusserungen aus einem Interview, wonach Kiew die «Büchse der Pandora» geöffnet habe. Er drohte mit noch zerstörerischen Luftschlägen als bisher schon.
Vor allem hat das russische Militär nun die Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine deutlich verschärft. Die Führung in Kiew beklagt ebenfalls Milliardenschäden und wirft dem Westen vor, nicht ausreichend Flugabwehrraketen zu liefern. Das Land wehrt sich inzwischen seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg./mau/DP/zb
(AWP)
