Der Reingewinn stieg im Berichtssemester um 18,9 Prozent auf 659 Millionen Franken, wie die zweitgrösste Schweizer Bankengruppe am Mittwoch mitteilte. Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung stieg um 17,1 Prozent auf 785 Millionen und damit in ähnlicher Grössenordnung.

Insgesamt gab es beim Geschäftsertrag ein Plus von 7,6 Prozent auf 2,04 Milliarden Franken, wobei das Zinsgeschäft, das rund 70 Prozent der Erträge generiert, um 4,9 Prozent und das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 8,4 Prozent zulegte.

Viele Neugelder

Auch bei den Ausleihungen legte Raiffeisen im ersten Halbjahr weiter zu. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 4,4 Milliarden oder 1,9 Prozent auf mittlerweile 235,3 Milliarden Franken. Die gesamten Kundenausleihungen machten 248,5 Milliarden aus. Der Anteil an Wertberichtigungen für gefährdete Forderungen habe sich gegenüber Ende Vorjahr zudem leicht reduziert, betont Raiffeisen. Er liege mit 0,14 Prozent der Kundenausleihungen auf einem anhaltend tiefen Niveau. 

Auch auf der Passivseite verzeichnete die Gruppe ein «erfreuliches Wachstum». Die Kundeneinlagen haben um 3,0 Milliarden (+1,3 Prozent) auf einen Bestand von 228,7 Milliarden Franken zugenommen. Damit seien 92,0 Prozent der Ausleihungen mit Kundengeldern gedeckt.

Der Wachstumskurs setzte sich auch im Anlage- und Vorsorgegeschäft fort. Raiffeisen vermeldet hier einen Nettoneugeldzufluss von 3,3 Milliarden Franken. Dieser liege damit bereits über dem Gesamtwert des Vorjahres.

Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich das Management um den neuen CEO Gabriel Brenna zudem zuversichtlich. Trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten rechnet Raiffeisen für das zweite Halbjahr 2026 mit einer «stabilen Geschäftsentwicklung über Vorjahresniveau».

uh/rw

(AWP)