Zu den Schwerpunkten der Durchsuchungen gehörten nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft die Städte Frankfurt am Main und Langen im Landkreis Offenbach sowie die Gemeinde Schöneck im Main-Kinzig-Kreis. Zehn der Beschuldigten werde zur Last gelegt, sich zu einer kriminellen Vereinigung zusammengetan und verschiedene Straftaten begangen zu haben.

Geldwäsche, Beihilfe zur Schwarzarbeit, Autos unterschlagen

So sollen sie durch Einrichtung eines Schattenbankwesens gegen Provision mehrere hundert Millionen Euro ins aussereuropäische Ausland - vor allem China - transferiert und Gelder gewaschen haben.

Ausserdem sollen sie durch das Schreiben sogenannter «Abdeckrechnungen» im hohen zweistelligen Millionenbereich Beihilfe zur Schwarzarbeit geleistet haben. Hinzu kommt der Vorwurf, über Scheinfirmen 41 Kraftfahrzeuge im Wert von ca. 1,85 Millionen Euro angemietet und diese unterschlagen zu haben.

Die zehn Hauptbeschuldigten sollen zudem durch die Finanzierung von Logistikdienstleistungen Beihilfe zum Drogenhandel in nicht geringer Menge geleistet haben. Den übrigen 43 Beschuldigten werde die Beteiligung an den genannten diversen Straftaten vorgeworfen.

Beamte aus Hessen und Bayern beteiligt

Beteiligt an der Razzia waren Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main, der Steuerfahndungsstelle des Finanzamtes Frankfurt sowie des Hauptzollamtes Rosenheim (Bayern) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt.

Waffen, Goldbarren und Bargeld sichergestellt

Im Zuge der Durchsuchungen, an der auch zahlreiche Spezialkräfte der Polizei teilnahmen, seien auch rund 6,3 Millionen Euro an Vermögen vorläufig eingefroren und diverse scharfe Schusswaffen sowie Goldbarren und hohe Bargeldbeträge sichergestellt worden. Der Razzia mit Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet seien umfangreiche verdeckte Ermittlungen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr vorausgegangen./csc/DP/zb

(AWP)