Ein Armeesprecher teilte mit, die Regierungstruppen hätten unter anderem Artillerie-Stellungen der Huthi-Miliz in der Provinz Marib zerstört.

Saudische Kampfflugzeuge griffen nach Huthi-Angaben einen Sendemast in al-Dschauf im Jemen an. Saudische Streitkräfte hätten auch Ziele in der jemenitischen Provinz Saada nahe der Grenze mit Artillerie beschossen, berichtete die Huthi-Fernsehsender Al-Masirah. Aus Saudi-Arabien gab es dazu keine Angaben. Das Land unterstützt in dem Konflikt die jemenitische Regierung.

Angriffe auf Huthi-Fahrzeuge und Kasernen

Die Huthi waren bei einer Blitzoffensive nach Süden vorgerückt und hatten unter anderem die Stadt Mokka an der Küste zum Roten Meer eingenommen. Derzeit kämpfen sie im Südwesten im Kahbub-Gebirge gegen die sogenannten Riesen-Brigaden, eine mit der Regierung verbündeten Miliz. Diese berichteten von neuen Angriffen auf Stellungen der Huthi sowie Fahrzeuge und Kasernen. Zudem schossen sie nach eigenen Angaben mehrere Drohnen der Huthi ab.

Seit dem Vormarsch können die Huthi etwa Handelsschiffe rund um die Meerenge Bab al-Mandab noch stärker angreifen als zuvor. Sie haben erneut auch Öl-Infrastruktur in Saudi-Arabien angegriffen. Die USA haben als wichtiger Verbündeter des Königreichs bisher davon abgesehen, mit Angriffen im Jemen erneut in den Konflikt einzugreifen. Das US-Militär bombardierte dort im Frühjahr 2025 wiederholt Ziele im Versuch, Angriffe der Miliz auf die Schifffahrt zu stoppen. Die USA beendeten ihre Angriffe erst nach Vermittlung Omans.

(AWP)