Ihr Kurs kletterte am Nachmittag um mehr als 7 Prozent auf 28,25 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf steht damit aber immer noch ein Kursminus von einem Fünftel zu Buche. Analyst Philippe Houchois vom US-Analysehaus Jefferies erkannte im Auftragsbestand Anzeichen dafür, dass Renault anders als andere Hersteller nicht unter Lieferschwierigkeiten leide. Für die Markterwartungen gebe es sogar Chancen nach oben. Jose Asumendi von JPMorgan sprach von einem soliden Quartal.

Im Autogeschäft selbst stagnierten im dritten Quartal die Erlöse. Die Verkäufe gingen um 6 Prozent auf knapp eine halbe Million Fahrzeuge zurück. Besonders die Billigmarke Dacia hatte Einbussen, weil sie Modellumstellungen vornahm. Im vierten Quartal sollen elektrifizierte neue Versionen auf dem europäischen Markt wieder Schub geben. Derweil verkaufte der Konzern von der teureren Kernmarke Renault insgesamt ebenfalls weniger, auf dem Heimatmarkt in Europa aber mehr. Die Firma sprach von einem guten Abschneiden bei leichten Nutzfahrzeugen und Elektroautos.

Das Unternehmen verwies aber auch auf einen scharfen Wettbewerb. Die Franzosen steigerten daraufhin in Europa ihren Anteil derjenigen Autos, die an Privatkunden gehen, auf fast zwei Drittel. Verkäufe an Autovermieter gingen hingegen deutlich zurück. Renault machte wie üblich zum dritten Quartal keine Angaben zu Gewinnkennzahlen./men/stw/he

(AWP)