Grundlage der Empfehlung ist die klinische Phase-III-Studie Operetta 2. Darin wurde Ocrevus mit Fingolimod verglichen, dem derzeitigen Standardmittel bei Multipler Sklerose im Kindesalter. Ocrevus zeigte sich bei der Kontrolle von Krankheitsschüben nicht unterlegen und reduzierte das Rückfallrisiko im Vergleich zu Fingolimod um 48 Prozent.

Zusätzlich zeigte Ocrevus eine überlegene Wirkung bei der Unterdrückung von Entzündungsherden im Gehirn. Neue oder sich vergrössernde Läsionen im Gehirn gingen um 48 Prozent zurück, aktive entzündliche Herde um 87 Prozent. Das Sicherheitsprofil bei Kindern und Jugendlichen entsprach jenem, das bei Erwachsenen bekannt ist.

In den USA hatte die Zulassungsbehörde FDA Ocrevus für Kinder und Jugendliche mit schubförmiger Multipler Sklerose bereits im Mai 2026 zugelassen. Für Erwachsene ist Ocrevus sowohl in der schubförmigen als auch in der primär progredienten Form der Multiplen Sklerose zugelassen. Weltweit sind mindestens 40'000 Kinder und Jugendliche von Multipler Sklerose betroffen, rund ein Drittel davon in Europa.

awp-robot/jl

(AWP)