Bei MOGAD greift das Immunsystem irrtümlich das zentrale Nervensystem an und kann zu Sehverlust, Lähmungen und anderen neurologischen Schäden führen. Derzeit gibt es keine zugelassenen Behandlungen für diese Erkrankung, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag hiess.

Die Zulassungsgrundlage bildet die Phase-III-Studie Meteoroid, in der Enspryng das Rückfallrisiko bei Patienten mit MOGAD um 68 Prozent gegenüber Placebo senkte. Nach 48 Wochen waren 87 Prozent der mit Enspryng behandelten Patienten rückfallfrei, verglichen mit 67 Prozent in der Placebogruppe. Die Studie wurde im April 2026 am Jahreskongress der American Academy of Neurology vorgestellt.

Die FDA will bis zum 10. Januar 2027 über die Zulassung entscheiden. Auch die Europäische Arzneimittelagentur EMA prüft den Antrag; eine Entscheidung der Europäischen Kommission wird im dritten Quartal 2027 erwartet.

Enspryng ist bereits in rund 90 Ländern, darunter die USA und die EU, für die Behandlung einer verwandten Erkrankung des Nervensystems namens Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung zugelassen. Das Medikament wurde von Chugai entwickelt, einem Unternehmen der Roche-Gruppe.

(AWP)