Haupttreiber waren den Angaben zufolge die Energiepreise, die nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine in die Höhe geschossen waren. Auch Nickel, Aluminium und Zink wurden deutlich teurer. Für die stark von Rohstoff-Importen abhängige deutsche Wirtschaft bedeute das eine starke Belastung. «Die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine stark angestiegenen Strom- und Gaspreise stellen die deutsche Wirtschaft trotz zuletzt leichter Preiserholung vor grosse Herausforderungen», sagte BGR-Vizepräsident Volker Steinbach laut Mitteilung. Denn auch in diesem Jahr seien die Preise trotz leichter Rückgänge weiter auf hohem Niveau.
Knapp 60 Prozent der Ausgaben für Rohstoffeinfuhren entfielen 2022 auf Energieträger. Grösster Einzelposten war dabei mit fast 23 Prozent Erdgas, gefolgt von Erdöl mit 18,6 Prozent. Eisen und Stahl machten 13,5 Prozent der Ausgaben für Importrohstoffe aus. Wichtigste Lieferländer waren 2022 die Niederlande mit knapp elf Prozent, gefolgt von Russland mit damals noch 8,4 Prozent des Importwerts und den USA mit 5,8 Prozent. Den Spitzenplatz der Niederlande erklären die BGR-Experten auch damit, dass an den dortigen Häfen viele Rohstoffe aus aller Welt angelandet werden, für die die Niederlande dann nur eine Zwischenstation sind./fjo/DP/mis
(AWP)