Der Gipfel ersetze nicht die innenpolitischen Prozesse zum Thema, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). «Er bietet uns vielmehr einen Rahmen» für die nationalen Debatten, betonte Rösti am Forum von Digitalswitzerland. Mehrere Chefs von globalen Technologieunternehmen hatten in den letzten Tagen für eine Verlangsamung plädiert, um die mit der KI verbundenen Bedrohungen besser zu verstehen.

Laut Rösti sind Daten, Infrastrukturen, Rechenkapazitäten, Energie und der Umgang mit den Herausforderungen der KI Fragen, die «nicht nur die Schweiz beschäftigen». Der Bundesrat betonte auch, wie wichtig es sei, dass die Bevölkerung die Grundzüge der KI erfasse.

Weiter kam Rösti auf die beiden Hauptziele des Gipfels vom 21. und 22. Juni 2027 für die Schweiz zurück, die im Juli in Genf vorgestellt worden waren. Vor allem wolle der Bundesrat die Attraktivität des Landes für in der KI tätige Unternehmen hervorheben. Zweitens solle der Gipfel Fortschritte in der internationalen Zusammenarbeit ermöglichen. Die Schweiz befürworte eine Regulierung. Diese soll jedoch minimal sein, um Innovationen nicht zu behindern.

Fünftes Gastland

Als fünftes Gastland des Gipfels wünsche sich die Schweiz vor allem die Teilnahme von Ministern, die für KI zuständig sind, anstelle von Staats- und Regierungschefs. Eingeladen würden auch die Vertreter jener Staaten, die das Treffen bereits organisiert hätten. Diesen Ansatz bezeichnete Rösti in Genf als Mittel für «konkrete» Diskussionen. Der Bundesrat hatte beschlossen, sechs Millionen Franken in den Gipfel zu investieren.

Das Forum vom Dienstag bot zudem SRG-Generaldirektorin Susanne Wille die Gelegenheit, eine neue nationale Kampagne zur Stärkung des Wissens über diese neuen Technologien vorzustellen.

Weltweite KI-Gipfel fanden bisher in Bletchley Park (Vereinigtes Königreich, 2023), Seoul (Südkorea, 2024), Paris (Frankreich, 2025) und im Februar dieses Jahres in Neu-Delhi in Indien, statt.

(AWP)