Details nannte der US-Aussenminister nicht. Hintergrund dürfte sein, dass über den russischen Hafen Noworossijsk am Schwarzen Meer nicht nur Öl aus Russland, sondern auch aus Kasachstan exportiert wird. Das kasachische Öl erreicht den Hafen über die Kaspi-Pipeline CPC, an der der US-Ölkonzern Chevron beteiligt ist.
Ukrainische Drohnenangriffe haben mehrmals die Pipeline und die Verladeanlagen getroffen. Im Juli wurde Medienberichten zufolge kurz vor Noworossijsk ein Tanker beschädigt, der im Auftrag von ExxonMobil fuhr.
Hoher Dieselpreis für Trump ein Problem
Rubio machte in dem Interview aus New York den Ukraine-Krieg und das Erstarken der Huthis im Jemen für gestiegene Ölpreise verantwortlich. US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine vorgeworfen, sie sei mit ihren Attacken gegen russische Raffinerien für die weltweit hohen Dieselpreise verantwortlich. Für Trump ist der Preisauftrieb ein Problem vor den Midterm-Wahlen in den USA im November.
Trump schlage Moskau und Kiew vor, beidseitig Angriffe auf Energieanlagen auszusetzen, sagte Rubio. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich vor einem Treffen mit Trump bei der UN-Generaldebatte zu einem Moratorium bereit erklärt. Für Moskau lehnte Kremlsprecher Dmitri Peskow eine solche Vereinbarung ab./fko/DP/nas
(AWP)
