«(Kremlchef Wladimir) Putin versucht, unsere Entschlossenheit zu schwächen und unsere Unterstützung für die Ukraine zu stoppen. Aber Russland scheitert. Es scheitert auf dem Schlachtfeld in der Ukraine, und wir lassen uns nicht einschüchtern», betonte Rutte. Die hybriden Angriffe seien ein Zeichen von Schwäche. Die Nato verfüge über alle notwendigen Optionen, darauf zu reagieren und werde dies dort tun, wo es nötig sei. Eine unmittelbare militärische Bedrohung für Nato-Gebiet bestehe nicht, sagte Rutte.
Unter hybriden Angriffen versteht man Sabotageakte, Cyberattacken oder Desinformationskampagnen, die unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs bleiben.
Estland: Ukraine-Unterstützung dient eigener Sicherheit
Auch Michal betonte, die Unterstützung der Ukraine sei «Teil unserer eigenen Sicherheit». «Russlands Ziele haben sich nicht geändert. Es testet unsere Einheit mit hybriden Angriffen und versucht, unsere Aufmerksamkeit von der Ukraine abzulenken», sagte der estnische Regierungschef. Dies dürfe nicht zugelassen werden. «Unsere Aufgabe ist es, der Ukraine im Kampf gegen Russlands brutale Angriffe beizustehen», sagte Michal. Estland werde die Ukraine weiter militärisch unterstützen.
Estland mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern grenzt im Osten an Russland. Durch seine Lage an der Nato-Ostflanke ist der Baltenstaat besonders exponiert und sieht sich wegen der russischen Invasion in die Ukraine vor mehr als vier Jahren bedroht. Die Regierung in Tallinn ist ein enger Partner und Unterstützer Kiews./awe/DP/men
(AWP)
