Nowak schloss dabei Dieselexporte auch in andere Länder nicht aus. Das hänge jedoch von den russischen Raffineriekapazitäten ab. «Planmässig erreichen wir erst gegen Ende des Jahres das volle Produktionsvolumen und dann können auch andere Länder die Mengen erhalten, die sie früher erhielten», erklärte er.
International kritisierter Dieseldeal
Anfang Oktober 2026 vereinbarten US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin Diesellieferungen aus Russland in die USA, wofür Washington bestehende Russland-Sanktionen vorübergehend aussetzte. Der Deal löste international scharfe Kritik aus - von der EU, der Ukraine, der Bundesregierung und sogar Teilen des US-Kongresses - während Moskau ihn begrüsste.
Russische Ölraffinerien werden regelmässig von ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen. Durch die Reparaturen sind die russischen Produktionskapazitäten eingeschränkt, woraufhin Moskau Exportstopps von Benzin und auch Diesel verhängte. Trump kritisierte daher mehrfach die ukrainischen Attacken und macht Kiew vor den Kongresswahlen Anfang November für steigende Spritpreise verantwortlich.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine grossangelegte russische Invasion./ast/DP/jha
(AWP)
