Die im SDax notierte Aktie legte deutlich zu. In der Spitze kletterte der Kurs im Vormittagshandel 7,6 Prozent auf 22,05 Euro. Damit näherte sich das Papier wieder dem im August erreichten Rekordhoch von 23 Euro. Mit einem Kursplus von etwas mehr als 40 Prozent seit Ende 2025 zählt die Aktie zu den stärksten Titeln im Nebenwerteindex im bisherigen Jahresverlauf.
Die Nutzfahrzeugbranche erholt sich derzeit zusehends vom Einbruch im vergangenen Jahr. SAF-Holland kann davon unter anderem mit seinen Achs- und Federsystemen sowie Sattel- und Anhängerkupplungen profitieren.
Mit dem Wachstum im dritten Quartal zog der Erlös in den ersten neun Monaten um rund vier Prozent auf 1,36 Milliarden Euro an. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um knapp acht Prozent auf 130 Millionen Euro. Umsatz und Ergebnis fielen im Rahmen der Erwartungen aus.
SAF-Holland rechnet in Asien und Europa weiter mit einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung. «Auch in Nordamerika haben sich die Marktindikatoren verbessert», hiess es in der Mitteilung. Die im Zuge der SAP-S/4HANA-Einführung im Ersatzteilgeschäft zeitlich verschobenen Umsätze sollen im vierten Quartal weitgehend realisiert werden.
Auf das Ergebnis im laufenden Jahr blickt Konzernchef Alexander Geis nach dem starken Geschäft bis Ende September etwas optimistischer. «Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im dritten Quartal und der verbesserten Visibilität für das verbleibende Geschäftsjahr sieht der Vorstand den Konzernumsatz derzeit im oberen Drittel der prognostizierten Bandbreite», hiess es.
Die prognostizierte Spanne für den Umsatz liegt weiter bei 1,7 bis 1,85 Milliarden Euro. Die Marge gemessen am um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll weiter bei 9 bis 10 Prozent liegen. «Mögliche Belastungen aus geopolitischen Unsicherheiten sowie volatilen Energie- und Rohstoffmärkten sollen durch Preismassnahmen und kontinuierliche Effizienz- und Produktivitätssteigerungen weitgehend kompensiert werden.»
Die Investitionsquote soll weiter bei bis zu 3 Prozent des Umsatzes liegen. 2025 war der Umsatz um knapp acht Prozent auf 1,73 Milliarden Euro zurückgegangen. Da der operative Gewinn etwas stärker gefallen ist, ging die Marge auf 9,5 Prozent zurück./zb/men/mis
(AWP)
