Bis 9.15 Uhr brechen die Sandoz-Aktie um 5,6 Prozent auf 77,48 Franken ein. Der Gesamtmarkt SMI verliert derweil 0,5 Prozent. Trotz des Rückschlags bleibt der SMI-Neuling mit einem Plus von gut 35 Prozent seit Jahresbeginn der grösste Gewinner im Leitindex.

Die ZKB bezeichnet die Quartalszahlen als «eher soft». Die Nachfrage nach Biosimilars bleibe zwar stark, kurzfristige Lieferengpässe sorgten aber für Unsicherheit über das weitere Wachstum. Operativ sei Sandoz gut unterwegs: Der steigende Anteil der profitableren Biosimilars wirke sich positiv auf die bereinigte EBITDA-Marge aus.

Vontobel verweist auf anhaltende Belastungen im internationalen Geschäft mit Antiinfektiva. Hinzu kämen kurzfristige Lieferengpässe in Europa und vorübergehend schwierige Marktbedingungen in Deutschland. Die Telefonkonferenz müsse nun klären, ob diese vorübergehenden Belastungen bereits behoben seien.

Laut JPMorgan entspricht der aktualisierte Ausblick zwar weiterhin weitgehend dem Konsens. Die Eingrenzung auf das untere Ende der bisherigen Zielspanne beim Umsatz dürfte die Aktie aber belasten. Die gleichzeitig erhöhte Margenprognose sei zwar hilfreich, dürfte dem Kurs an diesem Tag jedoch wenig Unterstützung bieten, ergänzt die UBS.

Barclays verweist auf die jüngst starke Kursentwicklung als Mitgrund für die negative Reaktion. Eine übermässige Kursschwäche nach einem schwachen Quartal würde der zuständige Analyst allerdings als Kaufgelegenheit betrachten. Denn die langfristigen Wachstumsaussichten blieben stark.

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(AWP)