Wie Sandoz am Mittwoch mitteilte, kletterten die Einnahmen auf 11,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 7 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen lag das Plus bei 5 Prozent, womit die ehemalige Novartis-Tochter das eigene Ziel von einem Wachstum zu konstanten Wechselkursen im mittleren einstelligen Prozentbereich erfüllt hat.
Von den beiden Sparten steuerte das Geschäft mit Generika 7,8 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz bei und ist damit zu konstanten Wechselkurse um 2 Prozent gewachsen. Dabei stiegen die Einnahmen in fast allen Regionen leicht an. In Nordamerika verharrten sie angesichts eines harten Wettbewerbs auf Vorjahresniveau, wie es in dem Communiqué heisst.
Die kleinere Biosimilar-Sparte setzte 3,3 Milliarden um (+13 Prozent). Vor allem die jüngsten Lancierungen hätten das Geschäft merklich belebt. Insgesamt steuerten Biosimilars 30 Prozent zum Konzernumsatz bei, womit Sandoz eines seiner Mittelfristziele bereits erreicht hat.
Auf Gewinnebene weist Sandoz für den Kern-Betriebsgewinn (Core EBITDA) 2,4 Milliarden US-Dollar aus (+14 Prozent). Die entsprechende Marge kam bei 21,7 Prozent zu liegen nach 20,1 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich blieben 1,6 Milliarden US-Dollar übrig und damit 33 Prozent mehr als 2024. Den deutlichen Anstieg begründet Sandoz mit dem Anstieg des operativen Kernergebnisses sowie einem Rückgang der operativen Ertragsteuern.
Für das bereits angelaufene Geschäftsjahr stellt das Basler Unternehmen ein ähnliches Wachstum wie bisher in Aussicht: So soll der Nettoumsatz im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen und die Kern-EBITDA-Marge soll 2026 um etwa 100 Basispunkte gesteigert werden.
Verschiebungen im Antibiotika-Markt
Sandoz sieht zudem Verschiebungen im Antibiotika-Markt. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, hätten verschiedene Faktoren den Markt im vergangenen Jahr beeinflusst.
Im Rahmen seiner vertikal integrierten Penicillinproduktion verkauft Sandoz den Angaben zufolge bestimmte Mengen an pharmazeutischen Wirkstoffen (APIs) an andere Unternehmen. Die Einführung von Zöllen durch die US-Regierung im Jahr 2025 führte zu einem Rückgang der Exporte aus China in die USA. Dies habe chinesische Lieferanten dazu veranlasst, die weltweiten Preise für wichtige Penicillin-Wirkstoffe, darunter 6-Aminopenicillansäure (6-APA), die Grundsubstanz für alle Penicilline, deutlich zu senken.
Dieser Preisrückgang fiel mit einem Anstieg des weltweiten Marktangebots zusammen, wie Sandoz weiter schreibt. Diese Dynamik habe sich negativ auf die Nettoumsatzentwicklung von Sandoz Generika im zweiten Halbjahr 2025 ausgewirkt. Das Unternehmen geht davon aus, dass dieser Einfluss auch im ersten Halbjahr 2026 weiter Bestand haben werde. "Eine baldige Rückkehr zu den früheren Marktbedingungen ist nicht zu erwarten", heisst es weiter.
Ein weiterer Punkt ist laut Sandoz die kürzlich angekündigte Einführung eines Mindestimportpreises für 6-APA in Indien. Dies dürfte den Zustrom von Billigimporten, vor allem aus China, eindämmen und die heimische fermentationsbasierte Antibiotikaproduktion in Indien unterstützen. Dies berge das Risiko einer Verlagerung der Versorgung mit kostengünstigem 6-APA nach Europa, das aber weiterhin von Asien für wichtige Zwischenprodukte abhängig ist.
(AWP)

