Für das Grossprojekt werden breitere, höhere und 320 Meter lange Perrons sowie eine zweite Personenunterführung gebaut, wie die SBB und die Stadt Lenzburg am Dienstag gemeinsam mitteilten. Alle Perrons würden komplett neu gebaut. Dazu würden die Gleise neu verlegt und leicht verschoben.

Durchgehend hindernisfreie Zugänge sollen künftig das Umsteigen erleichtern. Zudem integrieren die SBB die Seetalbahn direkt in den Bahnhof. Dadurch entfällt das Überqueren der Bahnhofstrasse, und die Wege zwischen Fern-, Regional- und Seetalverkehr werden kürzer und komfortabler, wie es hiess.

Verkehrsknotenpunkt wächst

Der Bahnhof Lenzburg ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Mittelland: Rund 25'000 Reisende nutzen den Bahnhof täglich. Auf den relativ schmalen Perrons herrscht zu den Pendlerzeiten ein Gedränge. Bis 2040 rechnen die SBB laut eigenen Angaben mit rund 40'000 Ein- und Aussteigenden pro Tag.

Die Erneuerung erfolgt schrittweise bei laufendem Bahnbetrieb. Der Baustart hatte sich wegen einer Beschwerde bei der Arbeitsvergabe um rund zwei Jahre verzögert.

Die SBB rechnen während der Bauzeit mit Fahrplananpassungen und Einschränkungen. Um die Zugänglichkeit stets zu sichern, wird im August 2027 ein provisorisches Bahnhofsgebäude, eine Passerelle sowie ein temporärer Bushof in Betrieb genommen, wie es in der Medienmitteilung hiess.

Ab dem Jahr 2033 sollen schrittweise weitere Teilprojekte rund um den Bahnhof umgesetzt werden. Gemeinsam entwickeln die Stadt Lenzburg, der Kanton Aargau, die SBB und weitere Bauherrschaften das Bahnhofumfeld weiter. Dazu gehören unter anderem der Neubau des Bahnhofgebäudes sowie die Neugestaltung von Bahnhofplatz und Bushof.

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(AWP)