Die EU-Kommission hat die Transaktion am Donnerstag genehmigt, wie diese gleichentags mitteilte. Wettbewerbsrechtliche Bedenken gebe es angesichts der begrenzten Auswirkungen im Europäischen Wirtschaftsraum keine. Der Zusammenschluss sei daher in einem vereinfachten Verfahren geprüft worden.

HMS ist auf medizinische Dienstleistungen für Unternehmen spezialisiert. Dazu gehören unter anderem Verkehrs-, Arbeits-, Betriebs- und Versicherungsmedizin sowie Dienstleistungen im Gesundheits- und Case Management. Zudem bietet das Unternehmen Softwarelösungen für das Gesundheitswesen an. HMS ist ausschliesslich in der Schweiz tätig.

Langfristig stabile Grundlage

Die HMS nehme alleine für die SBB jährlich rund 12'000 medizinische Untersuchungen, Beurteilungen und Abklärungen in drei Sprachen vor, erklärte eine SBB-Sprecherin am Donnerstagabend auf AWP-Anfrage. Dazu zählten beispielsweise Tauglichkeitsuntersuchungen von Lokführerinnen und Lokführern.

Mit der gemeinsamen Beteiligung schafften die SBB und Helsana eine «langfristig stabile Grundlage für die HMS» und gewährleisteten somit die schweizweite Verfügbarkeit und Qualität der medizinischen Dienstleistungen, die für einen sicheren und zuverlässigen Bahnbetrieb essentiell sind. Die Unabhängigkeit der Dienstleistungen bleibe für alle HMS-Kundinnen und -Kunden gewahrt.

Längere Geschichte

Die SBB und HMS verbindet bereits eine längere Geschichte. Die Bundesbahnen lagerten 2017 ihren damaligen MedicalService an die zur Helsana-Gruppe gehörende HMS aus. Damit wollte die SBB das für ihr Kerngeschäft notwendige medizinische Wissen und entsprechende Kapazitäten langfristig sichern.

Die Transaktion soll voraussichtlich Ende Oktober vollzogen werden, erklärte die SBB-Sprecherin weiter. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

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(AWP)