Der scheidende Stadler-Chef Markus Bernsteiner hat seinen Rücktritt mit dem Wunsch nach einer stärker strategischen Tätigkeit begründet. Er habe Stadler aber erst verlassen wollen, nachdem die Probleme der vergangenen Jahre bewältigt seien, sagte Bernsteiner in einem am Mittwoch publizierten Interview mit der «Finanz und Wirtschaft».
«Ich wollte diese Herausforderungen anpacken und die Schwierigkeiten lösen, bevor ich gehe», sagte der Manager mit Blick auf die Folgen von Corona, den Ukraine-Krieg und drei Überschwemmungskatastrophen. Nun existiere eine «saubere Basis». «Das Fundament für eine höhere Profitabilität ist gelegt.»
Bernsteiner gibt den CEO-Posten Ende Jahr nach vier Jahren an den bisherigen Zentraleuropa-Chef Philipp Brunner ab, wie Stadler am Dienstag bekannt gegeben hatte. Insgesamt arbeitet der bald 60-Jährige seit 27 Jahren für den Zugbauer.
Ab 2027 wolle er seine Erfahrung verstärkt in Verwaltungsräten einbringen, sagte er weiter. Konkrete Mandate habe er noch keine. Bis Ende Jahr liege sein Fokus auf der Übergabe an seinen Nachfolger. Gespräche über Verwaltungsratsmandate seien aber bereits im Gang.
Positiv äusserte sich Bernsteiner über die Zusammenarbeit mit Verwaltungsratspräsident und Grossaktionär Peter Spuhler. Dieser habe ihm trotz seiner starken Stellung im Unternehmen den nötigen Spielraum gelassen. «Er hat mich machen lassen und mir als CEO die nötigen Freiheiten gegeben.» Persönliche Animositäten oder Ego-Fragen hätten keine Rolle gespielt. Die Zusammenarbeit mit Spuhler werde er vermissen.
(AWP)

