Die Huthi teilten ihrer Nachrichtenagentur Saba zufolge mit, dass ab dem 11. September mehr als 400 Schiffe die Meerenge zwischen dem Golf von Aden und dem Roten Meer in beide Richtungen durchfahren hätten. Die Durchfahrten seien «für alle internationalen Handelsschiffe reibungslos und sicher verlaufen» mit Ausnahme saudischer Schiffe.

Für saudische Schiffe hatte die Miliz im Juli eine «Blockade» verhängt und daraufhin mehrere Schiffe angegriffen oder zu Kurswechseln gezwungen. Die vom Iran unterstützte Miliz hat aber versichert, dass internationale Schiffe die Meerenge weiterhin sicher durchfahren können. Trotzdem gab es Befürchtungen, dass hier nach der Strasse von Hormus das nächste Nadelöhr im internationalen Schiffsverkehr faktisch geschlossen werden könnte.

Ägypten fürchtet Auswirkungen am Suezkanal

In der Region betrachtet unter anderem Ägypten die neu aufgeflammten Kämpfe im Jemen mit Sorge, weil auch die Schifffahrt durch den Suezkanal beeinträchtigt werden könnte. Dieser verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer und verschafft Ägypten wichtige Einnahmen. Man beobachte die Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Suezkanal laufend, teilte der Vorsitzende der Kanalbehörde, Osama Rabi, mit.

Wegen Huthi-Angriffen in der Region liessen Reedereien ihre Schiffe teils einen langen Umweg um Afrika herum fahren. Schiffe der Grossreederei Maersk steuern seit Anfang Juli aber wieder den Suezkanal und das Rote Meer an. Ein Maersk-Vertreter sagte bei einem Treffen in Ägypten, die Zahl ihrer Fahrten durch den Suezkanal sei im laufenden Monat September auf 67 Fahrten gestiegen im Vergleich zu 8 Fahrten im Vorjahreszeitraum./jot/DP/men

(AWP)