Die Zahl der Logiernächte stieg im September gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf 4,3 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Bei den Schweizer Gästen stiegen die Übernachtungen um 4,6 Prozent auf 2,1 Millionen, bei den ausländischen Gästen sogar um 5,8 Prozent auf 2,3 Millionen.
Entspannung bei Gästen aus Asien
Auffällig war die Entwicklung bei den indischen Gästen. Deren Logiernächte lagen im September nur noch um 2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang schwächte sich stetig ab: Im Juni hatte er noch 33 Prozent betragen, im Juli 17 Prozent und im August 8 Prozent.
Bei den Gästen aus China war die Erholung noch deutlicher: Nach rückläufigen Übernachtungszahlen von März bis August zogen sie im September wieder um 16 Prozent an. Bei den japanischen Touristen resultierte gar ein Plus von einem Drittel.
Auch bei den Golfstaaten zeigt sich eine Entspannung. Die Logiernächte aus Saudi-Arabien gingen im September nur noch um 3 Prozent zurück. Im August hatte das Minus noch 17 Prozent betragen. Bei den Vereinigten Arabischen Emiraten war es im September gar ein Plus von 8 Prozent.
In Kuwait blieb die Nachfrage dagegen mit einem Minus von 16 Prozent deutlich unter dem Vorjahr. Der Rückgang fiel aber geringer aus als im Sommer.
Mehr Gäste aus Europa und den USA
Für Rückenwind sorgten auch die europäischen Märkte. Bei Deutschland, dem wichtigsten Herkunftsmarkt der Schweizer Hotellerie, waren es im September 7 Prozent mehr Übernachtungen. Auch Grossbritannien und Frankreich legten klar zu.
Bei den USA, dem zweitwichtigsten Herkunftsmarkt, betrug das Plus 4 Prozent. Kanada legte ebenfalls zu.
Neunmonatsbilanz nahezu ausgeglichen
Dank des guten Septembers konnte die Schweizer Hotellerie den Rückstand seit Jahresbeginn fast aufholen: Nach neun Monaten waren es 34,5 Millionen Übernachtungen und nur noch 8000 weniger als im Vorjahr. Nach acht Monaten hatte das Minus noch 224'000 betragen.
Während die Logiernächte der Schweizer Gäste seit Jahresbeginn um 1,3 Prozent auf 16,7 Millionen stiegen, sank die Nachfrage aus dem Ausland um 1,2 Prozent auf 17,8 Millionen.
Besonders deutlich zeigt sich dies bei den indischen Touristen: Trotz der jüngsten Erholung lag die Nachfrage noch immer 21 Prozent unter Vorjahr. Auch bei den chinesischen Gästen blieb ein Minus von 4 Prozent. Bei den sechs Golfstaaten betrug der Rückgang über die ersten neun Monate noch immer 14 Prozent.
Nach Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hatte die hiesige Hotellerie von März bis Juni rückläufige Übernachtungszahlen verzeichnet. Erst im Juli war die Branche vorübergehend ins Plus zurückgekehrt, bevor im August erneut ein Minus resultierte.
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(AWP)
