Nach drei Neukotierungen im zweiten Quartal sei die Aktivität am Schweizer IPO-Markt im dritten Quartal 2026 «selektiv» geblieben, heisst es in einer Mitteilung von EY vom Donnerstag. Als einziges Beispiel führt EY die auf Spital- und Gesundheitsinfrastruktur spezialisierte Schweizer Immobiliengesellschaft Infracore an.

Das gesamte Platzierungsvolumen belief sich den Angaben nach auf rund 238 Millionen Franken. Bei einem Angebotspreis von 54 Franken je Aktie erreichte Infracore damit zum Börsenstart eine Marktkapitalisierung von rund 826 Millionen Franken.

«Die jüngste Entwicklung zeigt, dass gut positionierte und entsprechend vorbereitete Unternehmen auch im aktuellen Umfeld Zugang zum Kapitalmarkt finden können», so das Fazit. Von einer breiteren Belebung könne indes noch lange nicht die Rede sein.

Viele potenzielle Emittenten befänden sich weiterhin in Wartestellung. Es gelte, attraktive Marktfenster abzuwarten und die Zeit zu nutzen, um die «IPO-Readiness» voranzutreiben.

Für das vierte Quartal ist am (heutigen) ersten Tag bereits der Börsengang von Infomaniak erfolgt. Der Cloud- und IT-Dienstleister ist mittels eines Reverse Takeover (RTO) über die seit 1905 kotierte Perrot Duval Holding an die SIX gelangt.

Bereits durchgeführt haben diesen Prozess die ehemalige Hochdorf-Gesellschaft HT5 und Centiel. Sie fusionierten im April 2026.

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(AWP)