Der Schwyzer Regierungsrat zeigte sich in einer Mitteilung «tief betroffen». Kühne habe im Kanton, in der Schweiz und weltweit Spuren hinterlassen. Über die Kühne-Stiftung mit Sitz in Schindellegi engagierte er sich zudem für Bildung, Forschung, Medizin, Logistik und Kultur. Der Kanton verliere eine «prägende Persönlichkeit des Wirtschafts- und Gesellschaftslebens», hiess es.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher zeichnete derweil auch ein persönliches Bild Kühnes. Der Patron sei «ein ambitionierter Unternehmer, harter Verhandler und streitbarer Mensch» gewesen. «Er arbeitete, wenn es sein muss, bis in die Nacht, scheute nicht den Konflikt und war doch - wie ich es seit 15 Jahren persönlich erlebt habe - immer bereit zur Einigung und verlässlichen Partnerschaft», sagte der SPD-Politiker.

Kühne war seiner Geburtsstadt Hamburg trotz seines jahrzehntelangen Lebensmittelpunkts in der Schweiz eng verbunden. Über seine Stiftungen unterstützte der kinderlose Milliardär unter anderem die Elbphilharmonie und die Oper, gründete eine Logistik-Hochschule und engagierte sich beim Fussballclub HSV. Zudem liess er das Luxushotel «The Fontenay» bauen. Hamburg ehrte ihn 2017 mit der Ehrendenkmünze in Gold.

Kühne war ausserdem Grossaktionär der Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd. Konzernchef Rolf Habben Jansen würdigte ihn als Anteilseigner, der dem Unternehmen zur Seite gestanden habe, als es starke und verlässliche Aktionäre gebraucht habe.

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(AWP)